Frankreich am Rande einer beispiellosen Finanzkrise: Die Hälfte seiner Schulden in ausländischer Hand

Der französische Innenminister, Bruno Retailleau, warnte vor der Schwere der finanziellen Lage seines Landes und betonte, dass Frankreich "noch nie so nah am Rand des finanziellen Abgrunds war".
Dies geschah während seiner Teilnahme an einem Forum des Labors der Republik in der Stadt Autun im Osten Frankreichs, wie die Zeitung Le Figaro berichtete.
Retailleau erklärte, dass etwa 54 % der französischen Staatsverschuldung in den Händen ausländischer Investoren liegt und betonte, dass die Angelegenheit nicht mehr nur eine wirtschaftliche Frage sei, sondern sich zu einer Frage der Unabhängigkeit und nationalen Souveränität gewandelt habe.
In diesem Zusammenhang kündigte der französische Regierungschef, François Bayrou, am 25. August an, dass er beabsichtige, einen Misstrauensantrag gegen die Regierung zur Abstimmung in der Nationalversammlung am 8. September einzubringen, und begründete seinen Schritt mit der sich verschärfenden Wirtschaftskrise, insbesondere dem anhaltenden Anstieg der Staatsverschuldung.
Nach Bayrou wächst die französische Staatsverschuldung um 12 Millionen Euro jede Stunde und beträgt derzeit 3,4 Billionen Euro, eine Zahl, die die öffentlichen Finanzen Frankreichs vor beispiellose Herausforderungen in Bezug auf Verwaltung und Nachhaltigkeit stellt.