Washington mobilisiert in britischen Basen zur Vorbereitung auf einen möglichen Schlag gegen den Iran
February 22, 202682 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Die britische Zeitung i Paper berichtete, dass die Vereinigten Staaten ihre militärische Präsenz in Luftwaffenbasen im Vereinigten Königreich und in Europa weiter verstärken, in einem Schritt, der als eine der umfangreichsten amerikanischen Luftmobilisierungen in der Region seit Jahren gilt, angesichts der zunehmenden Spannungen mit dem Iran.
Britische Ablehnung und Nutzung von Alternativen
Laut dem Bericht hat London sich geweigert, Washington die Erlaubnis zu erteilen, souveräne Basen wie „RAF Fairford“ und „Diego Garcia“ als Ausgangspunkte für mögliche Angriffe zu nutzen, nach einem Anruf zwischen Premierminister Keir Starmer und Präsident Donald Trump.
Dennoch setzten amerikanische Flugzeuge weiterhin angemietete Basen ein, in denen sie rechtlich flexibler sind, darunter „RAF Mildenhall“ und „RAF Lakenheath“, sowie Einrichtungen auf Zypern.
Dutzende Flüge und umfassende Mobilisierung
Die Untersuchung der Zeitung stützte sich auf Flugdaten und Satellitenbilder, die zeigten, dass in den letzten Tagen mindestens 28 militärische Flüge über Basen in Großbritannien und Zypern durchgeführt wurden, während die Anzahl der amerikanischen Flugzeuge, die seit Jahresbeginn Europa und den Nahen Osten erreicht haben, 128 betrug.
Innerhalb einer Woche mobilisierte Washington 76 Transport- und Tankflugzeuge, eine Zahl, die die gesamte Flotte der britischen Royal Air Force übersteigt.
Spitzenaktivität und spezialisierte Flugzeuge
Die Spitzenaktivität wurde in den 48 Stunden zwischen dem 17. und 18. Februar verzeichnet, mit dem Eintreffen von KC-135-Tankflugzeugen und E-3-Frühwarn- und Kontrollflugzeugen, was auf eine Vorbereitung für großangelegte Luftoperationen hinweist.
Satellitenbilder zeigten auch einen signifikanten Anstieg der Flugzeuge an der spanischen Basis Rota, zusätzlich zur vorübergehenden Schließung eines Flughafens in Bulgarien nach dem Eintreffen amerikanischer Flugzeuge.
Druckverhandlung oder Vorbereitung auf einen Schlag?
Diese Bewegungen erfolgen zeitgleich mit indirekten nuklearen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran in der Schweiz, wo Trump eine Frist für einen Vertrag gesetzt hat und mit „harten“ Konsequenzen drohte, falls es zu keinem Ergebnis kommt.
Im Gegenzug warnte der iranische Führer Ali Khamenei, dass ein amerikanischer Angriff zu einer umfassenden regionalen Konfrontation führen würde, während Teheran Marineübungen im Hormus-Golf durchführte, um die Bereitschaft zu erhöhen.
Beobachter sehen die militärische Mobilisierung als ein starkes Druckmittel in Verhandlungen, aber gleichzeitig deutet sie auf eine praktische Bereitschaft für militärische Optionen hin, was die Region an einen sensiblen Scheideweg zwischen Eskalation und Deeskalation bringt.