Lula da Silva warnt Trump: Brasilien gegen "neuen Kalten Krieg"
February 22, 202687 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Sonntag betont, dass Brasilien nicht in einen "neuen Kalten Krieg" eintreten möchte, und forderte die Regierung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf, alle Länder gleich zu behandeln, bevor ein bevorstehendes Treffen zwischen den beiden Führern in Washington stattfindet.
Äußerungen des brasilianischen Präsidenten
Lula äußerte sich während einer Pressekonferenz in Neu-Delhi, wo er einen dreitägigen Besuch in Indien abgeschlossen hatte, und sagte:
"Wir wollen uns nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen, und wir möchten, dass alle Länder gleich behandelt werden."
Er erklärte, dass die Agenda seines Treffens mit Trump Themen wie Handel, Migration, Investitionen und Partnerschaften zwischen Universitäten umfassen wird.
Meinungsverschiedenheiten mit Trump
Lula und Trump haben in mehreren Fragen unterschiedliche Ansichten, darunter:
Die von Trump verhängten Zölle auf globale Waren.
Die US-Politik gegenüber Israel und dem Gazastreifen.
Die Inhaftierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.
Der von Trump gegründete Friedensrat.
Er lehnte es ab, sich zu dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zu äußern, das mehrere Zölle aufgehoben hat, und wies darauf hin, dass Trump beabsichtigt, diese durch eine Gebühr von 15 % gemäß einem anderen Gesetz zu ersetzen.
Optimismus für die Beziehungen
Trotz der Differenzen ist Lula der Ansicht, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Brasilien nach dem bevorstehenden Treffen verbessern werden.
Diese Haltung spiegelt Brasiliens Wunsch nach einer ausgewogenen internationalen Rolle wider, die sich von der politischen Eskalation zwischen den Großmächten entfernt und gleichzeitig seine wirtschaftlichen und diplomatischen Interessen wahrt.