Frankreich ruft den amerikanischen Botschafter nach umstrittenen Äußerungen zum Tod eines rechten Aktivisten zurück
February 22, 202679 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Frankreich hat angekündigt, den amerikanischen Botschafter Charles Kushner zurückzurufen, aufgrund umstrittener Äußerungen zum Tod des extrem rechten Aktivisten Kanten Durank, die als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Frankreichs angesehen wurden, so der französische Außenminister Jean-Noël Barrot.
Äußerungen des amerikanischen Botschafters
Kushner beschuldigte Paris, nicht genügend gegen den Anstieg des Antisemitismus zu unternehmen, und verband die französischen Kritiken an Israel und die Schritte zur Anerkennung eines palästinensischen Staates mit einer Gefahr für das Leben der Juden in Frankreich.
Die Botschaft, die Kushner über amerikanische Medien veröffentlichte, war an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron gerichtet, und die französische Regierung betrachtete sie als inakzeptable ausländische Einmischung in eine nationale Angelegenheit.
Demonstrationen und Proteste
In der Stadt Lyon fand eine Demonstration statt, an der mehr als dreitausend Menschen teilnahmen, um "Gerechtigkeit" für den rechten Aktivisten zu fordern, der am 12. Februar von Mitgliedern der extremen Linken getötet wurde.
Die Demonstration fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, während Symbole der extremen Rechten und Reden gegen "linken Extremismus" und "antifaschistische Gewalt" zu sehen waren.
Verstöße und besorgniserregende Ereignisse
Die französischen Behörden haben während der Demonstration Nazi-Grüße und rassistische Beleidigungen in auf sozialen Medien verbreiteten Videos festgestellt.
Sieben Jugendliche, die verdächtigt werden, an dem gewalttätigen Übergriff auf den Aktivisten beteiligt gewesen zu sein, wurden verurteilt, und die gegen sie erhobenen Anklagen umfassten Mord und Komplizenschaft.
Stellungnahme der französischen Regierung
Präsident Emmanuel Macron rief zur "Ruhe" auf und betonte, dass "keine Gewalt in der Republik legitim ist" und "es keinen Platz für Milizen, egal woher sie kommen, gibt".
Macron kündigte ein baldiges Regierungstreffen an, um gewalttätige Arbeitsgruppen, die mit politischen Parteien verbunden sind, zu bewerten, um die Spannungen nach dem Vorfall zu kontrollieren.
Diese Rückrufaktion spiegelt die Sensibilität der französischen Regierung gegenüber ausländischen Eingriffen in ihre inneren Angelegenheiten wider, insbesondere angesichts der zunehmenden politischen Spaltungen und Spannungen zwischen rechten und linken Strömungen.