Machtkampf in Lateinamerika.. Washington steht Chinas Expansion in den peruanischen Häfen gegenüber

„Monroe-Doktrin“ in neuem Gewand
Die amerikanischen Bewegungen basieren auf einem sicherheitspolitischen Ansatz, der besagt, dass die chinesische und russische Präsenz auf dem Kontinent eine direkte Bedrohung für die Interessen der Vereinigten Staaten darstellt, und erinnern an die Prinzipien von James Monroe, die ausländische Interventionen in Amerika ablehnen.
In diesem Rahmen tritt Peru als zentraler Knotenpunkt in Chinas Expansionsprojekt im Rahmen der „Belt and Road Initiative“ hervor, aufgrund seiner maritimen Lage und seiner mineralischen Ressourcen.
Peru.. Strategischer Handelspartner für Peking
China macht etwa 40 % der peruanischen Exporte aus, während das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern im Jahr 2025 51 Milliarden Dollar erreichen soll, laut offiziellen Zahlen.
Peru ist der zweitgrößte Kupferproduzent weltweit, ein essentielles Metall in der Produktion von sauberer Energie und Elektrofahrzeugen. Die staatliche MMG Limited hebt sich als einer der Hauptakteure im Bergbau hervor, insbesondere nachdem sie die Genehmigung zur Erweiterung der Mine „Las Bambas“ erhalten hat.
Doch diese Präsenz ist nicht ohne interne Spannungen, da der gewählte Präsident José María Balcázar Protesten von lokalen Gemeinschaften gegenübersteht, die den chinesischen Unternehmen vorwerfen, die Erträge nicht gerecht zu verteilen.
„Chancay“.. Die Krone der chinesischen Strategie
Der Hafen „Chancay“, der von der COSCO Shipping Ports mit einer Investition von 1,3 Milliarden Dollar betrieben wird, ist das Herzstück der chinesischen maritimen Strategie in Lateinamerika.
Spezialisierte Berichte zeigen, dass der Hafen die Versandzeit zwischen den Küsten Südamerikas und Asien von 35 auf 25 Tage verkürzt hat, was die Transportkosten um etwa 20 % gesenkt hat, ein Fortschritt, der Peking einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft.
Gegenzüge der USA
Im Gegenzug hat Washington seinen diplomatischen Druck erhöht und das US-Außenministerium bezeichnet das Projekt als Bedrohung für die wirtschaftliche Souveränität der Länder der Region.
Außerdem wurde ein Vertrag mit Lima zur Entwicklung von Einrichtungen in der Marinebasis „Callao“ abgeschlossen, ein Schritt, der als Versuch gewertet wird, den chinesischen Einfluss an der peruanischen Küste einzudämmen.
Politische Kreise diskutieren Vorschläge zur Erhebung von Zöllen von bis zu 60 % auf Waren, die durch den Hafen Chancay transportiert werden, während die US-Administration bereits Zölle von 10 % auf Produkte erhoben hat, die Mineralien enthalten, die von chinesischen Unternehmen abgebaut werden.
Der Kampf um Häfen und Ressourcen
Das Bild in Peru spiegelt einen Konflikt wider, der über die Wirtschaft hinausgeht und die Neugestaltung der globalen Einflusskarten betrifft, wo Häfen und Minen mit nationalen Sicherheitsüberlegungen und geopolitischen Gleichgewichten verknüpft sind.
Während Peking versucht, einen dauerhaften Fuß in der westlichen Hemisphäre zu fassen, unternimmt Washington Schritte, um den „Drachen“ einzudämmen und zu verhindern, dass Peru zu einer strategischen Plattform für China auf der anderen Seite des Pazifiks wird.