Der Maßstab der toxischen Männlichkeit klassifiziert Männer in fünf Kategorien

Entwicklung eines wissenschaftlichen Maßstabs
Um dieses Phänomen objektiv zu messen, entwickelte Stephen Sanders von der Oregon State University zusammen mit seinen Kollegen einen Maßstab für toxische Männlichkeit, der aus 28 Fragen besteht, um das Maß an Toxizität bei Männern zu bewerten. Der Maßstab wurde an weißen männlichen Universitätsstudenten in den Vereinigten Staaten angewendet, laut einem Bericht der Zeitschrift Nature.
Einteilung der Männer in fünf Gruppen
Die Studie zeigte, dass die Teilnehmer in fünf Gruppen eingeteilt wurden:
35,4 %: nicht toxisch
3,2 %: toxisch-aggressiv
Zwei moderate Gruppen: eine relativ tolerant gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten, die andere voreingenommener, aber weniger aggressiv
Die Studie stellte fest, dass ältere Menschen, Alleinstehende, Arbeitslose, Religiöse und ethnische Minderheiten oder politisch Konservative eher zur aggressiven toxischen Gruppe gehörten.
Positive Männlichkeit versus toxische Männlichkeit
Die Forscherin Deborah Hill Kown von der University of Auckland in Neuseeland wies darauf hin, dass das Gefühl von Männlichkeit kein Indikator für aggressives Verhalten ist, da es positive Männlichkeit gibt, die sich in verantwortungsvollem und kooperativem Verhalten zeigen kann.
Vorteile des Maßstabs und kulturelle Herausforderungen
Michael Flood von der Queensland University of Technology sagte, dass die Bestimmung des Niveaus toxischer Männlichkeit dabei hilft, Interventionen zu entwerfen, um schädliches Verhalten bei bestimmten Gruppen von Männern zu adressieren.
Dennoch warnten die Forscher vor den Auswirkungen kultureller Unterschiede auf die Ergebnisse und wiesen darauf hin, dass einige Eigenschaften wie Wettbewerbsfähigkeit und Dominanz bei Mäßigung nützlich sein können und nur bei Extremismus schädlich werden.