Präsident von "Yara" warnt: 10 Milliarden Mahlzeiten in Gefahr und die Armen werden den höchsten Preis für die Blockade von Hormuz zahlen

Die Straße von Hormuz: Das pulsierende Herz der globalen Landwirtschaft
Holsether erklärte in seinem Interview, dass die Straße von Hormuz nicht nur ein Korridor für Öl und Gas ist, sondern auch eine lebenswichtige Route für den Transport von Ammoniak und Harnstoff sowie grundlegenden Agrarprodukten. Er wies darauf hin, dass:
- Ein Drittel der weltweiten Produktion von "Harnstoff" und etwa 25 % des globalen Ammoniakhhandels aus der Golfregion stammt.
- Eine Fortsetzung der Blockade könnte sofort mehr als eine halbe Million Tonnen Harnstoff aus der globalen Lieferkette abziehen, was zu einem akuten Mangel an Nährstoffen führen würde.
"Globale Auktion" für Lebensmittel und die Opfer sind die Armen
Der Präsident von "Yara" warnte, dass ein Rückgang der Ernteproduktion eine Situation der "globalen Auktion" für die verbleibenden Düngemittel schaffen wird, wobei reiche Länder (wie Europa) kaufen können, während die ärmsten Länder in Afrika und Asien nicht konkurrieren können. Holsether betonte, dass die Auswirkungen lange anhalten werden und erklärte, dass "selbst wenn die Blockade heute aufgehoben wird, die Produktionsstopps und der Mangel an Rohstoffen die landwirtschaftlichen Saisons für mehrere Monate stören werden".
Preisschock und Produktionsstopp
Seit der Schließung der Straße am 28. Februar sind die Preise für Stickstoffdünger weltweit um mehr als 70 % gestiegen. Holsether sieht, dass der Anstieg der Erdgaspreise (der Rohstoff für Düngemittel) bereits zur Schließung von Produktionsstätten in verschiedenen Regionen geführt hat, was die Sicherstellung von "Lebensmittelsicherheit" unter den gegenwärtigen Bedingungen bis 2026 zu einer nahezu unmöglichen Aufgabe macht.
Botschaft an die internationale Gemeinschaft
Holsether schloss sein Gespräch mit der Bestätigung, dass "Düngemittel nicht nur eine Handelsware sind, sondern Nahrung für die Menschen", und forderte die Weltführer auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Wasserwege zu öffnen und die Welt vor einer Hungersnot zu bewahren, die durch "Unterbrechungen der chemischen Lieferketten" verursacht wird. Diese Aussagen fallen zusammen mit dem Aufruf des französischen Außenministeriums heute Freitag, die Straße sofort und ohne Bedingungen zu öffnen, um die globale Lebensmittelsicherheit zu schützen.