"Intelligente Puppe freundet sich mit Senioren an: Sind ‚Heudol‘ digitale Nachkommen oder eine Gefahr für die Privatsphäre?"

Ein koreanisches Unternehmen hat einen intelligenten Roboter in Form einer Puppe namens "Heudol" auf den Markt gebracht, der darauf abzielt, Senioren zu betreuen und ihr Gefühl der Einsamkeit durch tägliche Gespräche und Erinnerungen an Routineaufgaben zu lindern.
Die Puppe sieht aus wie ein Plüschspielzeug mit kindlichen Zügen, verwendet jedoch KI-Technologien ähnlich wie "Chat GPT", um in Englisch, Chinesisch und Japanisch zu interagieren und tägliche Informationen der Nutzer aufzuzeichnen.
Mehrere Berichte, darunter Rest of World, haben angegeben, dass der Roboter die Senioren rund um die Uhr überwacht und Benachrichtigungen an Sozialarbeiter oder Familienmitglieder sendet, wenn ein Notfall eintritt, was Fragen zur Informationsprivatsphäre und zur Zukunft sensibler Daten aufwirft.
Im Gegenzug haben Senioren in Pflegeheimen eine große Bindung zu "Heudol" entwickelt, indem sie ihm imaginäre Mahlzeiten anbieten, ihm Hüte und Schmuck anziehen und ihn ins Bett bringen; einige haben sogar darum gebeten, mit ihm beerdigt zu werden. Studien haben gezeigt, dass die Puppe hilft, Symptome von Depressionen und Demenz zu lindern.
Diese Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Südkorea eine schnelle Alterung seiner Bevölkerung erlebt, mit steigenden Fällen von Depressionen, Demenz und Selbstmordraten, was "Heudol" zu einem wichtigen Unterstützungsinstrument für Pflegekräfte macht.
Der Hersteller plant, den Roboter 2026 in den Vereinigten Staaten einzuführen, nachdem er bereits etwa 12.000 Einheiten in Seniorenheimen in Südkorea verteilt hat, wobei die Kosten für eine Einheit 1150 Dollar betragen.
Zwischen psychologischem Komfort und praktischem Nutzen bleibt "Heudol" umstritten: Ist er ein digitaler Nachkomme, der Senioren ein Lächeln ins Gesicht zaubert, oder ein Gerät, das ihr Leben überwacht und Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre aufwirft?