Microsoft veröffentlicht ihr neues internes KI-Modell MAI-1

Microsoft gab am Donnerstag, den 28. August, den Beginn der Tests eines neuen, vollständig intern entwickelten KI-Modells bekannt, ein Schritt, der ihren Sprachassistenten "Copilot" stärken und ihre Abhängigkeit von den Modellen des Unternehmens "OpenAI" in ihren Hauptprodukten verringern soll.
Das neue Modell trägt den Namen MAI-1-preview und wird derzeit auf der Plattform "LMArena" getestet, die für Benutzerbewertungen vorgesehen ist. Das Unternehmen kommentierte diesen Schritt in einem Beitrag auf ihrem offiziellen Blog und sagte: "Wir werden das Modell MAI-1-preview für einige Textanwendungsfälle innerhalb von Copilot in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen, um aus dem Feedback der Benutzer zu lernen und uns zu verbessern". Microsoft hat Entwicklern auch die Möglichkeit gegeben, über ein spezielles Formular frühzeitigen Zugang zu beantragen.
Trotz ihrer Bemühungen, eigene Modelle zu entwickeln, bleibt Microsoft ein strategischer Partner und Hauptunterstützer von "OpenAI", dessen Wert auf etwa 500 Milliarden Dollar geschätzt wird, da sie mehr als 13 Milliarden Dollar investiert haben. "OpenAI" wiederum verlässt sich auf die Cloud-Infrastruktur von Microsoft, um ihre Modelle zu betreiben.
Die jüngsten Entwicklungen deuten auf einen Wandel in der Natur der Beziehung zwischen den beiden Technologiegiganten von Zusammenarbeit zu Wettbewerb hin, da Microsoft "OpenAI" in ihrem jährlichen Bericht an die Aktionäre im letzten Jahr zu ihrer Liste der Wettbewerber hinzugefügt hat, eine Liste, die zuvor auf Unternehmen wie "Amazon", "Apple", "Google" und "Meta" beschränkt war.
Im Gegenzug erweitert "OpenAI" die Zusammenarbeit mit anderen Cloud-Service-Anbietern wie "CoreWeave", "Google" und "Oracle", um der steigenden Nachfrage nach ihren Dienstleistungen gerecht zu werden, wobei ihr Assistent "ChatGPT" fast 700 Millionen Nutzer pro Woche erreicht.
Das neue Modell von Microsoft belegte am Donnerstag den 13. Platz auf der Plattform LMArena für die Bewertung von Textarbeitslasten und lag hinter Modellen von großen Wettbewerbern wie "Anthropic", "DeepMind", "Google", "Mistral", "OpenAI" und "X.AI" zurück.
Das Unternehmen gab bekannt, dass das Modell mit etwa 15.000 Grafikprozessoren (H100) von "Nvidia" optimiert wurde und auch auf einer Reihe neuer Chips GB200 läuft, die ebenfalls von "Nvidia" hergestellt werden.
Anlässlich dieser Gelegenheit schrieb der CEO der KI-Abteilung von Microsoft, Mustafa Suleyman, auf der Plattform "X": "Wir haben große Ambitionen für unsere Zukunft - die Entwicklung von Modellen, einen aufregenden Fahrplan für das Computing und die Möglichkeit, Milliarden von Menschen über Microsoft-Produkte zu erreichen". Er betonte, dass "MAI-1-preview unser erstes vollständig intern trainiertes Basismodell darstellt".