Ölpreise steigen nach Stillstand der Schifffahrt in der Straße von Hormuz

Die Ölpreise erlebten am Mittwoch einen starken Anstieg, wobei die Preise um mehr als einen Dollar stiegen, aufgrund der zunehmenden militärischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite, was die Produktion und die Exporte aus den wichtigsten Ölproduktionsgebieten der Welt beeinträchtigte.
Brent-Rohöl verzeichnete einen Anstieg um 1,11 Dollar und erreichte 82,53 Dollar pro Barrel, nachdem es am Vortag den höchsten Schlusskurs seit Januar 2025 erreicht hatte, während das West Texas Intermediate um 79 Cent auf 75,37 Dollar stieg und den höchsten Schlusspreis seit Juni letzten Jahres erreichte.
* Straße von Hormuz .. Herz der Krise
Die Schifffahrt in der Straße von Hormuz wurde am vierten Tag in Folge unterbrochen, nachdem der Iran Angriffe auf fünf Öltanker gestartet hatte, wobei durch diese Straße etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen fließt.
* Irak reduziert seine Produktion
Zur gleichen Zeit reduzierte der Irak, der zweitgrößte Ölproduzent in OPEC, seine Produktion um etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag, was etwa der Hälfte seiner üblichen Produktion entspricht, aufgrund von begrenztem Lagerraum und fehlenden Exportmöglichkeiten.
Verantwortliche warnten, dass der Irak möglicherweise gezwungen sein könnte, seine gesamte Produktion von etwa 3 Millionen Barrel pro Tag einzustellen, wenn die Exporte nicht bald wieder aufgenommen werden.
* Internationale Bewegungen und Sicherung der Öltanker
Der US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die US-Marine bereit sei, Öltanker durch die Straße von Hormuz zu eskortieren, falls erforderlich, und beauftragte die US-Agentur für internationale Entwicklungsfinanzierung, Versicherungsdienstleistungen und finanzielle Garantien für den Seehandel in der Region bereitzustellen.
Dennoch äußerten einige Schiffseigentümer und Analysten Zweifel an der Fähigkeit dieser Maßnahmen, das Vertrauen vollständig wiederherzustellen.
* Suche nach Alternativen und neuen Lieferungen
Mehrere Länder und Unternehmen begannen, nach alternativen Routen und Lieferungen zu suchen, wobei Indien und Indonesien Pläne zur Sicherung anderer Energiequellen ankündigten, während einige chinesische Raffinerien ihre Türen schlossen oder Wartungsarbeiten einleiteten.
Auch das saudische Unternehmen Aramco bemüht sich, einen Teil seiner Rohölexporte ins Rote Meer umzuleiten, um die Straße von Hormuz zu umgehen.
* US-Ölvorräte übertreffen die Erwartungen
In den Vereinigten Staaten berichtete das American Petroleum Institute, dass die Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 5,6 Millionen Barrel gestiegen sind, was mehr als doppelt so viel ist wie die Erwartungen der Analysten von 2,3 Millionen Barrel, während die offiziellen Zahlen der US-Regierung später am Tag erwartet werden.
Angesichts der anhaltenden Spannungen erwarten Analysten, dass die Ölpreise noch mehrere Tage hoch bleiben, während alle Augen auf die Straße von Hormuz gerichtet sind, die als entscheidend für das Schicksal der globalen Lieferungen angesehen wird.