Ölpreise steigen auf den höchsten Stand seit 6 Monaten nach Trumps Drohung gegenüber dem Iran

Die Ölpreise sind heute Freitag deutlich gestiegen, angesichts wachsender Sorgen über mögliche Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, nachdem der US-Präsident Donald Trump Teheran eine strenge Frist gesetzt hat, um die Krise um sein Atomprogramm zu lösen.
Die Futures für Brent-Öl stiegen um 21 Cent oder 0,3 % auf 71,87 Dollar, während der West Texas Intermediate (WTI) um 23 Cent oder 0,4 % auf 66,66 Dollar zulegte.
Diese Preise sind die höchsten seit sechs Monaten, wobei Brent seit Beginn des Jahres 2026 einen Anstieg von 17 % verzeichnet hat.
Trump erklärte, dass "sehr schlimme Dinge" passieren werden, wenn der Iran keinen Vertrag über sein Atomprogramm erzielt, das Teheran als friedlich bezeichnet, während Washington es als Versuch betrachtet, eine Atomwaffe zu entwickeln.
Der US-Präsident setzte eine Frist von zehn bis 15 Tagen für den Abschluss des Abkommens, so die Nachrichtenagentur "Reuters".
Gleichzeitig kündigte der Iran Pläne für gemeinsame Marineübungen mit Russland an, nachdem er vor einigen Tagen die Straße von Hormuz vorübergehend für militärische Manöver geschlossen hatte.
Die Straße ist ein Durchgang für etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung, was jede militärische Eskalation in der Region zu einem entscheidenden Faktor für den Preisanstieg macht.
Der Markt erhielt zusätzliche Unterstützung durch einen Bericht der US-Energieinformationsbehörde, der einen Rückgang der Rohölvorräte in den Vereinigten Staaten um 9 Millionen Barrel zeigte, während die Raffinerien ihre Nutzung erhöhten und die Exporte stiegen.
Die Initiative der gemeinsamen Datenorganisationen wies auch auf einen Rückgang der saudischen Ölexporte auf 6,988 Millionen Barrel pro Tag im Dezember hin, was den niedrigsten Stand seit September darstellt.
Die geopolitischen Ereignisse, zusammen mit dem Rückgang der Vorräte und Angebotsbeschränkungen, verstärken die Sorgen über die Verfügbarkeit von Öl weltweit, was die Preise schnell steigen ließ und die Märkte auf weitere Entwicklungen im Nahen Osten warten ließ.