Deutschland: Krankenpfleger wegen Mordes an 10 Patienten verurteilt, Ermittlungen laufen weiter, um weitere Opfer zu entdecken
January 23, 2026453 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Ein deutsches Gericht hat einen Krankenpfleger im Rhein-Maas-Krankenhaus in Vorellen, westlich von Bonn, zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er wegen Mordes an 10 Patienten und versuchten Mordes an 27 weiteren zwischen Dezember 2023 und Mai 2024 verurteilt wurde.
Ermittlungen decken eine größere Anzahl von Opfern auf
Die Staatsanwältin in Aachen, Katja Schlinkermann-Betz, bestätigte, dass die Ermittlungen in weiteren verdächtigen Fällen fortgesetzt werden, in denen die Zahl der potenziellen Opfer bis zu 100 Todesfälle erreichen könnte. Die Ermittler erklärten, dass derzeit Leichenschauausschnitte durchgeführt werden, um eine gründliche Obduktion im Rahmen der erweiterten Ermittlungen durchzuführen.
Die Art des Verbrechens
Während des Prozesses zeigten die Ankläger, dass der Krankenpfleger nachts Patienten ins Visier nahm, indem er ihnen hohe Dosen von Beruhigungsmitteln und Schmerzmitteln verabreichte, insbesondere solchen mit kritischen Gesundheitszuständen, was zu ihrem Tod führte. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass die meisten der erneut überprüften Fälle aus der Zeit vor 2020 stammen, also seit Beginn seiner Tätigkeit im Krankenhaus.
Weitere Leichenschauausschnitte und zusätzliche Ermittlungen
Die Verantwortlichen planen, etwa 60 weitere Leichenschauausschnitte im Rahmen der erweiterten Ermittlungen durchzuführen, während die Behörden in Köln, wo der Krankenpfleger zuvor arbeitete, eine separate Untersuchung zu weiteren möglichen Fällen eingeleitet haben.
Leugnung des Täters und Beharren der Behörden auf seiner Verurteilung
Trotz des Urteils und der Verurteilung besteht der Krankenpfleger weiterhin auf seiner Unschuld und behauptet, er habe nicht gewusst, dass die Dosen, die er verabreichte, tödlich sein könnten. Diese Behauptung wurde jedoch von den Krankenhausverantwortlichen, der Polizei, den Staatsanwälten und der Jury zurückgewiesen.