Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg übersteigen die Todesfälle die Geburten in Frankreich
January 14, 2026282 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Frankreich verzeichnete im Jahr 2025 ein seltenes demografisches Ereignis, bei dem die Zahl der Todesfälle die Zahl der Geburten zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs überstieg. Offizielle Statistiken zeigten, dass 651.000 Menschen starben, während 645.000 geboren wurden, was auf potenzielle demografische Druck hinweist, die die französische Wirtschaft und Gesellschaft in den kommenden Jahren beeinflussen könnten.
Rückgang der Fertilitätsrate und seine Folgen
Nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) ist die Fertilitätsrate auf 1,56 Kinder pro Frau gesunken, der niedrigste Stand seit dem Zweiten Weltkrieg und unter dem erforderlichen Niveau von 1,8, um die Nachhaltigkeit der Rentenfinanzierung zu gewährleisten. Dieser Rückgang folgt auf einen bemerkenswerten Rückgang der Geburtenraten seit der COVID-19-Pandemie.
Frankreich zeichnete sich lange durch eine stärkere demografische Struktur im Vergleich zu anderen EU-Ländern aus, doch der Anstieg der älteren Bevölkerung stellt eine ähnliche Herausforderung dar wie in anderen Ländern des Kontinents, insbesondere in Bezug auf die öffentlichen Ausgaben für Gesundheit und Rentenversorgung.
Wirtschaftliche Warnungen
Der Rechnungshof Frankreichs warnte letzten Monat, dass demografische Veränderungen Druck auf den Staatshaushalt ausüben könnten, da die Steuerbasis schwindet und die Kosten für soziale Dienstleistungen steigen.
Der Wirtschaftsexperte Philippe Criville vom Forschungszentrum Circl de Barn sagte: „Mit dem Ruhestand der älteren Generationen, die in den 1960er Jahren geboren wurden, wird erwartet, dass der Druck auf den Arbeitsmarkt und der Mangel an Arbeitskräften in den kommenden Jahren zunehmen werden.”
Trotz der Todesfälle wächst die Bevölkerung leicht
Obwohl die Todesfälle steigen, hat die Bevölkerung Frankreichs leicht zugenommen und erreichte 2025 69,1 Millionen Menschen, unterstützt durch einen Nettozuzug von etwa 176.000 Personen.
Diese Zahlen werden als frühes Zeichen für tiefgreifende demografische Veränderungen angesehen, die eine Überprüfung der zukünftigen sozialen und wirtschaftlichen Politiken erfordern könnten, um das Gleichgewicht zwischen der Arbeitskräfte und der Anzahl der Rentner in Frankreich zu gewährleisten.