Nierenkranke während des Ramadan: Wichtige medizinische Tipps und Warnungen

Während des Ramadan stehen Nierenkranke vor einer wichtigen gesundheitlichen Herausforderung: Können sie sicher fasten?
Ärzte bestätigen, dass die Antwort je nach Krankheitsstadium, Stabilität des Zustands und Art der Behandlung für jeden Patienten unterschiedlich ist.
Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Reinigung des Blutes von Giftstoffen und der Regulierung des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts im Körper,
und jede Schwäche ihrer Funktionen macht das Fasten, insbesondere an heißen Tagen und bei langen Wasserenthaltungszeiten, riskant und kann zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führen.
* Wer kann fasten?
• Patienten mit leichter Niereninsuffizienz oder in den frühen Stadien der Krankheit, deren Nieren stabile Funktionen aufweisen und keine schweren Komplikationen haben, können möglicherweise nach Rücksprache mit dem Arzt und Durchführung der erforderlichen Untersuchungen fasten.
* Wer sollte nicht fasten?
• Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz oder solche, die einer Dialyse (hämodialytisch oder peritoneal) unterzogen werden, aufgrund ihres ständigen Bedarfs an Flüssigkeiten und Medikamenten sowie des Risikos von Dehydratation und Elektrolytstörungen.
• Patienten nach einer Nierentransplantation, insbesondere in den ersten Jahren nach dem Eingriff, da die Entscheidung über das Fasten von der Stabilität der Nierenfunktion und der Regelmäßigkeit der Immunsuppressiva abhängt.
* Mögliche Risiken des Fastens für Nierenkranke
_ Dehydratation aufgrund unzureichender Flüssigkeitsaufnahme
_ Erhöhung des Kreatininspiegels und Verschlechterung der Nierenfunktion
_ Störungen der Kalium- und Natriumwerte
_ Blutdruckabfall
_ Bildung von Nierensteinen bei gefährdeten Personen
Diese Risiken steigen an heißen Tagen oder bei großer körperlicher Anstrengung.
* Tipps für ein sichereres Fasten
• Verteilung der Flüssigkeitsaufnahme zwischen Iftar und Suhoor, sofern keine medizinischen Einschränkungen bestehen
• Vermeidung von salzigen Lebensmitteln, eingelegtem Gemüse und Fast Food
• Reduzierung des tierischen Proteins, wenn der Arzt dies empfiehlt
• Einhalten der Medikamentenzeiten und keine Anpassung der Dosen ohne Rücksprache mit dem Arzt
• Überwachung von Gewicht, Blutdruck und ungewöhnlichen Symptomen
* Wann sollte man sofort brechen?
Das Fasten sollte beendet und der Arzt konsultiert werden, wenn eines dieser Anzeichen auftritt:
_ Starke Schwindelgefühle oder Ohnmacht
_ Deutlich verminderte Urinproduktion
_ Plötzliche Schwellung der Füße oder des Gesichts
_ Ungewöhnliches Herzklopfen oder starke Schwäche
* Fazit
Während dieses heiligen Monats bleibt das Fasten für Nierenkranke eine individuelle Erfahrung, die Bewusstsein und Weisheit erfordert.
Durch die Einhaltung der Empfehlungen des Arztes und die sorgfältige Überwachung der Gesundheit kann man die Spiritualität des Ramadan und die damit verbundenen Segnungen genießen, während man die Nieren vor Komplikationen schützt.
Und denken Sie immer daran: Ihre Gesundheit hat Vorrang, und Ihr Fasten ist ein Symbol für Gesundheit und Wohlbefinden, nicht für das Risiko.