Venezuela vor einer harten Prüfung nach Maduro .. Fragen zur Macht, zum Militär und zur Straße!
January 3, 2026737 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Was in Caracas geschah, war kein gewöhnliches Ereignis und kein natürlicher Abschluss eines langen politischen Weges. Die Geschwindigkeit, mit der die Macht zusammenbrach, und das Fehlen jeglicher Widerstandsszenen deuten darauf hin, dass das Land in einen entscheidenden Moment ohne ausreichende Vorbereitung eingetreten ist .. Ohne Vorwarnung fand sich Venezuela in einer neuen politischen Realität wieder, ohne einen klaren Kopf und beladen mit mehr Fragen als Antworten.
Ein Übergang, der geordneter erscheint als angekündigt
Die in westlichen Kreisen verbreitete Diskussion über eine zivile Übergangsregierung scheint nicht aus dem Nichts zu kommen. Die Idee basiert auf einem kalkulierten Wechsel, der die Staatsstruktur bewahrt und einen Konflikt mit den Machtzentren, insbesondere dem Militär, vermeidet. Dieser Vorschlag verbirgt den externen Wunsch, die Situation ruhig zu steuern, anstatt sie zu eskalieren.
Die Opposition bereit… oder übereilt?
Die Rhetorik der Opposition deutet auf ein hohes Maß an Vertrauen und Vorbereitung hin. Die Rede von kurzen Zeitplänen zur Regierungsführung und von einer Person, die sich als die klare Wahl betrachtet, spiegelt den Versuch wider, die Lücke schnell zu füllen. Doch diese Schnelligkeit könnte ein zweischneidiges Schwert sein, wenn sie nicht mit einem breiteren Konsens innerhalb der Gesellschaft einhergeht.
Das Militär zwischen Garantien und Risiken
Die Rolle der Militärinstitution kann in jedem kommenden Szenario nicht ignoriert werden. Sie ist nicht nur ein Sicherheitsinstrument, sondern ein Akteur, der eng mit Politik und Wirtschaft verwoben ist. Ihre Akzeptanz der neuen Phase erfordert echte Beruhigungen, und ihre Ablehnung könnte Türen öffnen, die sich nicht leicht schließen lassen. Das Gefährlichste, was das Land erleben könnte, ist eine Spaltung des Militärs, nicht seine einheitliche Position.
Eine gespaltene Straße und eine belastete Erinnerung
Die Venezolaner selbst sind sich nicht einig. Einige sehen in dem, was geschehen ist, eine Erlösung, während andere es als Bruch des Willens des Staates betrachten. Diese Spaltung macht die Volkslegitimität zu einer komplizierteren Angelegenheit als nur internationale Anerkennung oder politische Erklärungen und stellt jede kommende Autorität vor einen Vertrauens-Test, bevor sie sich der Regierungsführung stellt.
Der schwierigste Weg ist nicht der Sturz der Macht, sondern das, was danach kommt
Erfahrungen zeigen, dass der Sturz eines Regimes nicht unbedingt den Aufbau einer stabilen Alternative bedeutet. Venezuela steht heute vor zwei klaren Optionen: ein bedingter Übergang, der von präzisen Gleichgewichten bestimmt wird, oder ein Vakuum, das die Krisen in noch härteren Formen reproduzieren könnte. In beiden Fällen wird der Preis nicht gering sein, und die wirkliche Frage ist, wer ihn diesmal zahlen wird?