Der Tod von Dick Cheney.. Der einflussreichste Schattenmann in den modernen amerikanischen Kriegen
November 4, 2025178 AufrufeLesezeit: 2 Minuten

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Der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney ist heute, Dienstag, im Alter von 84 Jahren verstorben, wie seine Familie bekannt gab. Der Mann, dessen Name seit Jahrzehnten mit den tiefsten Schichten der Sicherheits- und Militärentscheidungen in Washington verbunden ist, verlässt die Bühne und hinterlässt ein schweres Erbe im Gedächtnis der amerikanischen Politik.
Eine Karriere über 4 Administrationen
Cheney begann seine politische Laufbahn als Assistent unter Präsident Richard Nixon, wurde dann der jüngste Chief of Staff im Weißen Haus unter Gerald Ford, bevor er während der Amtszeit von Ronald Reagan ins Kongress wechselte. Unter George H.W. Bush übernahm er das Verteidigungsministerium und erreichte seinen Höhepunkt als Vizepräsident unter George W. Bush.
Seine Tochter Liz Cheney setzte ebenfalls den politischen Weg fort und vertritt Wyoming im Repräsentantenhaus.
Architekt der modernen Kriege.. und Falke der Neokonservativen
Der Name Dick Cheney ist historisch mit dem Golfkrieg von 1990 und 1991 verbunden, aber seine umstrittenste Rolle spielte er während der Bush-Junior-Administration, als er eine zentrale Rolle bei der Dringlichkeit des Irakkriegs 2003 einnahm.
Cheney war einer der wichtigsten Falken der "Neokonservativen" innerhalb der US-Regierung nach den Anschlägen vom 11. September und setzte sich vehement für die Erzählung ein, dass Bagdad Massenvernichtungswaffen besitze und eine Verbindung zu Al-Qaida habe, was sich später als falsch herausstellte.
Unprecedented Influence of a Vice President
Trotz seiner gesundheitlichen Probleme und dreier Herzinfarkte vor seinem Amt als Vizepräsident wurde Cheney zum einflussreichsten Spieler im Weißen Haus während der Amtszeit von Bush Junior, sodass er als "de facto Präsident" in Fragen der nationalen Sicherheit und des Krieges beschrieben wurde.
Cheneys Tod schließt ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Macht, hinterlässt jedoch offene Fragen zur Kosten der Entscheidungen, die den Nahen Osten und die Welt in den letzten zwei Jahrzehnten geprägt haben.