Scott Bisent beschuldigt China der Spekulationen hinter den Goldschwankungen und dem Anstieg der globalen Preise

Der US-Finanzminister Scott Bisent hat China beschuldigt, hinter den heftigen Schwankungen des Goldmarktes in der vergangenen Woche zu stehen, und bezeichnete die chinesischen Spekulationen als "unreguliert", was zu einem starken Anstieg des Edelmetalls geführt habe.
In einem Interview mit Fox News sagte Bisent:
"Die Goldpreise haben einige Störungen in China erlebt, wo sie gezwungen waren, die Margin-Anforderungen zu verschärfen. Daher scheint es mir, dass Gold aufgrund der Spekulationen einen starken Anstieg erlebt hat."
Die Äußerungen des Ministers kamen als Antwort auf Fragen zum Rekordanstieg der Edelmetallpreise, der durch spekulative Käufe sowie geopolitische Spannungen und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve verstärkt wurde, die in der vergangenen Woche einen plötzlichen Rückgang erlebte.
Diese Störungen wirkten sich auch auf den Devisenmarkt aus, da der US-Dollar den ersten wöchentlichen Gewinn seit Anfang Januar verzeichnete, während der Dow Jones Industrial Average zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 50.000 Punkten überschritt, was den Optimismus der Investoren über die US-Wirtschaft und Unternehmensgewinne widerspiegelt.
Mit den bevorstehenden Zwischenwahlen im November betrachtete Bisent die Leistung des Dow als Beweis dafür, dass die US-Wirtschaft auf einen Aufwärtstrend zusteuert, der den Bürgern zugutekommen wird.
Bezüglich der Politik der Federal Reserve wies Bisent darauf hin, dass die Zentralbank vorsichtig handeln wird, bevor sie versucht, ihre Bilanzsumme zu reduzieren, und sagte:
"Ich erwarte nicht, dass schnell Maßnahmen ergriffen werden. Sie sind zu einer Politik des Überflusses übergegangen, was eine größere Bilanzsumme erfordert, daher denke ich, dass sie wahrscheinlich abwarten werden und mindestens ein Jahr benötigen, um ihre Entscheidung zu treffen."
Außerdem sprach Bisent über die Ernennung von Kevin Warsh, dem Kandidaten von Präsident Trump für den Vorsitz der Federal Reserve, und lobte dessen Erfahrungen und Qualifikationen:
"Er wird sehr unabhängig sein, aber er wird erkennen, dass die Federal Reserve dem amerikanischen Volk verantwortlich ist."
Während einer Anhörung im Senat kommentierte Bisent die Möglichkeit, Warsh zu verklagen, wenn er die Zinssätze nicht so senkt, wie es Trump bevorzugt, und betonte, dass die endgültige Entscheidung beim Präsidenten liegt. Er fügte hinzu, dass Trumps Äußerungen ein Scherz waren und hob die Erwartungen des Präsidenten hervor, dass Warsh mit seinen Ansichten über die Zinssätze übereinstimmen würde.
Gold und Silber ziehen weiterhin die Aufmerksamkeit der Investoren weltweit auf sich, während die Märkte die Bewegungen der US-Notenbank und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte genau beobachten.