Munir El Haddadi in Iran nach Angriffen der USA und Israels und Schließung des Luftraums gefangen

Im Herzen einer beispiellosen militärischen Eskalation, die die Region am Samstagmorgen erschütterte, fand sich der marokkanische Nationalspieler Munir El Haddadi in der iranischen Hauptstadt Teheran gefangen, nachdem der Luftraum geschlossen und die Flüge aufgrund gemeinsamer Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran sowie einer iranischen Raketenreaktion auf Israel ausgesetzt wurden.
Der 30-jährige Spieler, der zuvor für Barcelona gespielt hat, ist derzeit beim iranischen Verein Esteghlal aktiv.
Er war an Bord eines Flugzeugs, das sich auf den Abflug aus dem Land vorbereitete, als die Angriffe stattfanden, bevor der Flugverkehr vollständig zum Stillstand kam und mehrere Flughäfen in der Region geschlossen wurden, was die Reisepläne von Hunderten von Reisenden, darunter Sportler und ausländische technische Teams, durcheinanderbrachte.
* 11-stündige Landreise
Nach Angaben der spanischen Zeitung "AS" verließ El Haddadi die Hauptstadt mit dem Spieler Ivan Sanchez (der derzeit für Sepahan spielt und zuvor bei Real Valladolid war) auf dem Landweg in Richtung der türkischen Grenze über die Stadt Bazargan im Norden des Landes, auf einer Reise, die etwa 11 Stunden dauert, in der Hoffnung, die Grenze zu überqueren und die Türkei zu erreichen, nachdem das Reisen in der Luft unmöglich geworden war.
* Feststeckende technische Teams und abgesagte Wettbewerbe
El Haddadi war nicht allein in dieser misslichen Lage; auch die Spanier Pepe Losada (Fitnesscoach) und Emilio Alvarez (Torwarttrainer) beim Club Persepolis erlebten dasselbe Schicksal, nachdem sie aus Isfahan nach Teheran geflogen waren und den Flughafen vollständig geschlossen vorfanden.
Außerdem wurden die iranischen Ligaspiele in letzter Minute abgesagt, angesichts der steigenden Sicherheits Spannungen, während mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge von und zu verschiedenen Zielen im Nahen Osten aufgrund der Schließung großer Lufträume in der Region aussetzten.
Im Gegensatz dazu konnte der spanische Torwart Antonio Adan, ein Kollege von El Haddadi bei Esteghlal, den Iran am Freitag verlassen, indem er von den Ruhetagen profitierte, die der Verein den Spielern Stunden vor dem Ausbruch der Ereignisse gewährt hatte.
* Diplomatische Bewegungen
Berichten zufolge überwacht die spanische Botschaft die Situation ihrer Staatsangehörigen im Iran und arbeitet an Vorkehrungen für deren Evakuierung in den kommenden Tagen, während die militärischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Flugverkehr und den Sportbetrieb weitergehen.
So verwandelte sich eine gewöhnliche sportliche Szene in ein dramatisches Kapitel einer unruhigen Realität, in der sich der frühere Barcelona-Star in einem Wettlauf gegen die Zeit und die Grenzen wiederfand, auf der Suche nach einem sicheren Ausgang aus dem Herzen des Sturms.