Die Internationale Organisation für Migration gab am Donnerstag bekannt, dass im vergangenen Jahr rund 8.000 Menschen auf gefährlichen Migrationsrouten ums Leben kamen und betonte, dass die Seewege nach wie vor zu den tödlichsten für Migranten gehören.
Die Organisation erklärte, dass die tatsächliche Zahl der Opfer viel höher sein könnte, da die Finanzierung zurückgegangen ist, was ihre Fähigkeit beeinträchtigt hat, humanitäre Hilfe zu leisten und Todesfälle in verschiedenen Regionen der Welt genau zu verfolgen.
In einer offiziellen Erklärung sagte die Generaldirektorin der Organisation, Amy Pope, dass "der fortwährende Verlust von Leben auf Migrationsrouten ein globales Versagen ist, das wir nicht als normal akzeptieren können". Sie forderte ein umfassenderes internationales Handeln zur Bekämpfung der Ursachen der irregulären Migration und zur Förderung sicherer und geordneter Migrationswege.
Berichte der Organisation weisen darauf hin, dass Konflikte, Armut, Klimawandel und politische Instabilität jährlich Tausende von Menschen dazu treiben, ihr Leben auf extrem gefährlichen Land- und Seewegen zu riskieren, während Schmugglernetzwerke ihre humanitären Nöte ausnutzen.