Weltweite Anstieg der Weizenpreise aufgrund von Wetterbedrohungen und Exportstörungen

Die globalen Märkte erlebten heute, am Donnerstag, einen weiteren Anstieg der Weizenpreise für den zweiten Tag in Folge, angesichts wachsender Sorgen über einen Mangel an Lieferungen aufgrund extremer Wetterbedingungen in den Vereinigten Staaten sowie möglicher Spannungen bei den Weizenexporten aus Russland und der Ukraine.
Das US-Landwirtschaftsministerium warnte vor einer Hitzewelle und stürmischen Winden, die die Weizenanbaugebiete in den zentralen und südlichen Ebenen des Landes während der Wintersaison treffen, und wies darauf hin, dass in diesen Regionen bereits Waldbrände wüten, was den Druck auf die lokale Ernte erhöht.
Am Chicagoer Warenmarkt stiegen die Weizenfutures zu Beginn des Handels am Donnerstag um 0,7 %, nach einem Anstieg von 1,8 % am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete.
Um 1:36 Uhr nach Singapur-Zeit lag der Preis für einen Scheffel bei 5,55 Dollar, während die Preise für Sojabohnen und Mais nur geringfügige Änderungen zeigten.
Auch der plötzliche Stillstand der Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine beeinflusste die Erwartungen an Störungen bei den Weizenexporten, da Bedenken hinsichtlich der Hafeninfrastruktur in beiden Ländern bestehen, so der Agrarökonom der Commonwealth Bank of Australia, Denis Voznisenki.
Analysten sind der Meinung, dass diese Faktoren zusammen Weizen zu einer der empfindlichsten Waren gegenüber Schwankungen machen, angesichts zunehmender internationaler Sorgen über die Stabilität der globalen Lebensmittelversorgung.