Die Festnahme ukrainischer Mitarbeiter in Budapest sorgt für diplomatische Spannungen

Der ukrainische Außenminister Andrij Sibiga hat heute, am Freitag, die ungarische Regierung beschuldigt, sieben Mitarbeiter der ukrainischen Oschadbank als "Geiseln" im Herzen von Budapest festgehalten zu haben.
Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Ungarn eines der wenigen europäischen Länder ist, das seit Beginn der militärischen Operation Russlands in der Ukraine enge Beziehungen zu Russland aufrechterhalten hat.
Sibiga sagte über die Plattform X: "Heute in Budapest haben die ungarischen Behörden sieben ukrainische Staatsbürger als Geiseln festgenommen", und fügte hinzu, dass diese Mitarbeiter in zwei Bankfahrzeugen unterwegs waren, die Geld im Rahmen der üblichen Bankdienstleistungen zwischen den staatlichen Banken transportierten.
Die Oschadbank bestätigte, dass die Mitarbeiter 40 Millionen Dollar und 9 Kilogramm Gold zwischen der österreichischen Raiffeisenbank und der ukrainischen Oschadbank am Donnerstag transportierten und wies darauf hin, dass sich die beiden Fahrzeuge derzeit in der Nähe einer Strafverfolgungsbehörde im Zentrum von Budapest befinden, gemäß den Daten des Global Positioning Systems (GPS).
Dieser Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen der Ukraine und den europäischen Ländern, die mit Russland verbündet sind, zunehmenden Spannungen ausgesetzt sind, während Kiew von Budapest eine klare Erklärung zu den Umständen der Festnahme und Inhaftierung fordert.