Die Universität Cambridge sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem Investitionen in Höhe von Hunderten Millionen in die Rüstungsindustrie aufgedeckt wurden

Details zu den Verteidigungsinvestitionen
Die "University of Cambridge Investment Management", die für die Verwaltung der Gelder der Universität verantwortlich ist, hat eingeräumt, dass etwa 1,7 % ihres Anlageportfolios in den Luft- und Verteidigungssektor fließen. Laut dem Studentenverband der Universität beläuft sich der Wert dieser Investitionen auf etwa 70 Millionen Pfund Sterling (fast 96 Millionen Dollar).
Bedenken hinsichtlich Transparenz und Prüfung
Angestellte der Universität äußerten Bedenken über die Schwierigkeit, eine echte Prüfung dieser Investitionen durchzuführen, da die Verwaltung sich weigert, die Namen der investierten Unternehmen offenzulegen, was den Druck auf Cambridge erhöht, Details zu den Geschäften ihres Investmentfonds bekannt zu geben.
Geplantes Treffen zur Bewältigung der Krise
Die Universitätsverwaltung plant ein Treffen am 2. Februar, um einen Bericht über ihre finanziellen Beziehungen zum Verteidigungssektor zu diskutieren, während die Forderungen nach Transparenz und Rechenschaftnahme zunehmen.
Hintergrund der studentischen Krise
Die Angelegenheit kam nach einer studentischen Protestaktion zugunsten Palästinas im Jahr 2024 vor einer der Fakultäten der Universität ans Licht, bei der die Demonstranten forderten, alle finanziellen Verbindungen zu Israel zu kappen. Der Protest endete, nachdem die Universität versprach, eine umfassende Überprüfung ihrer Beziehungen zur Rüstungsindustrie durchzuführen, was das Ausmaß der internen Kontroversen über Investitionen im Verteidigungssektor offenbarte.