Das chinesische Außenministerium hat heute, Freitag, Sanktionen gegen 20 US-Rüstungsunternehmen und mehrere ihrer Führungskräfte verhängt, im Zusammenhang mit den US-Waffenverkäufen an Taiwan, was einen neuen Anstieg der Spannungen zwischen Peking und Washington widerspiegelt.
Details zu den chinesischen Sanktionen
Nach einer Erklärung des chinesischen Außenministeriums treten die Sanktionen sofort in Kraft und betreffen 20 Unternehmen sowie 10 Führungskräfte, wie die russische Nachrichtenagentur "TASS" berichtete.
Zu den betroffenen Unternehmen gehören prominente Rüstungs- und Militärindustriefirmen, darunter: "Northrop Grumman Systems", "L3 Harris Maritime Services" und "Boeing – St. Louis", sowie andere Unternehmen, die in den Bereichen Luftfahrt, Vertechnologien und Drohnen tätig sind.
Zusätzliche Unternehmen auf der Liste
Die Sanktionen betreffen auch Unternehmen wie: "Gibbs & Cox", "Advanced Acoustic Concepts", "VSE", "Sierra Technical Services", "Red Cat Holdings", "Teledrones", "Recon Craft", "High Point Aerotechnologies", "Iperos", "DeDrone Holdings", "Area-I", "Blue Force Technologies", "Dive Technologies", "Phantom", "Intelligent Epitaxy Technology", "Rombus Power" und "Lazarus Enterprises".
US-Waffenverkauf an Taiwan
Die chinesische Entscheidung folgt auf die Genehmigung der Vereinigten Staaten, Anfang dieses Monats, von Waffenverkäufen an Taiwan im Wert von 11,1 Milliarden Dollar, dem größten US-Waffenpaket aller Zeiten für die Insel, angesichts zunehmender militärischer Druck von Seiten Chinas.
Das taiwanesische Verteidigungsministerium erklärte, dass das Paket acht Arten von Waffen umfasst, darunter "HIMARS"-Raketen, Haubitzen, "Javelin"-Panzerabwehrraketen, sowie bewaffnete Drohnen des Typs "Altius" und Ersatzteile für andere militärische Ausrüstungen.
Die US-Position
Das Pentagon betonte, dass das Waffenpaket den nationalen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen der Vereinigten Staaten dient und dazu beiträgt, Taiwans Bemühungen zur Modernisierung seiner Streitkräfte zu unterstützen und "zuverlässige Verteidigungsfähigkeiten" aufrechtzuerhalten.
Chinesische Wut und Warnungen
Im Gegenzug äußerte das chinesische Außenministerium seine starke Ablehnung des Pakets und erklärte, es untergrabe "ernsthaft den Frieden und die Stabilität in der Taiwanstraße" und forderte Washington auf, die Waffenverkäufe an die Insel zu stoppen.
Diese Ankündigung ist der zweite US-Waffenverkauf an Taiwan unter der aktuellen Verwaltung von Präsident Donald Trump, was auf weitere Spannungen in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen in der kommenden Phase hindeutet.