Künstliche Intelligenz und Arbeit: Was suchen Unternehmensinhaber im Jahr 2026?

Der Arbeitsmarkt verändert sich schnell mit der Verbreitung von Künstlicher Intelligenz, wobei der Einstellungsmaßstab nicht mehr nur auf der Fähigkeit zur Ausführung von Aufgaben basiert, sondern auf der Fähigkeit, einen qualitativen Beitrag in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu leisten.
Dieser Wandel, so Daniela Rus, Direktorin des Computer- und KI-Labors am MIT, hat die entscheidende Frage aufgeworfen, auf die jeder Bewerber bis zum Jahr 2026 vorbereitet sein sollte.
Die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz zeigen sich bereits in den Produktivitätsdaten, wie der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, enthüllte, und er wies darauf hin, dass große Unternehmen zögerlicher bei Einstellungen geworden sind, da sie greifbare Produktivitätsgewinne erzielen.
Doch das Bild ist nicht einheitlich; während einige Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl reduzieren, erweitern andere ihre Teams, jedoch unter neuen Bedingungen.
Lisa Su, die CEO von AMD, sagte auf der CES in Las Vegas:
"Wir stellen nicht weniger Menschen ein, sondern andere Menschen … Menschen mit einer fortschrittlichen Denkweise in Bezug auf Künstliche Intelligenz".
* Neue Fähigkeiten oder das Ende von Jobs?
Im vergangenen Jahr gab es eine Welle von Entlassungen in großen Unternehmen wie Shopify, Accenture und Fiverr, die gleichzeitig die Mitarbeiter aufforderten, ihre Fähigkeiten in Künstlicher Intelligenz zu entwickeln, um ihre Relevanz auf dem Markt zu bewahren.
Micha Kaufman, CEO von Fiverr, bestätigte:
"Unsere Aufforderung an die Teams, ihre Fähigkeiten in Künstlicher Intelligenz zu vertiefen, war nicht symbolisch, sondern ein Eingeständnis der Tatsache, dass Künstliche Intelligenz jede Branche umgestaltet".
Unternehmen konzentrieren sich darauf, dass Künstliche Intelligenz die routinemäßigen Aufgaben übernehmen wird, während Menschen sich auf Kreativität, Urteilsvermögen und komplexe Entscheidungsfindung konzentrieren, in einem Wandel vom Konzept der "Ersatz" zur "Ergänzung".
Dennoch warnen Experten, dass diese Versprechen Ziele zur Kostensenkung verbergen könnten, und Rus weist darauf hin, dass der Übergang zur Künstlichen Intelligenz nicht nur mit Effizienz, sondern auch mit Vertrauen und Transparenz zu tun hat, und warnt vor der Gefahr, dass menschliche Fähigkeiten eher abgebaut als gefördert werden.
* Wer fürchtet, seinen Konkurrenten auszubilden?
Kaufman weist auf eine natürliche Besorgnis unter den Mitarbeitern hin:
"Die Menschen könnten befürchten, dass sie die Werkzeuge ausbilden, die sie ersetzen werden, aber die Wahrheit ist, dass diejenigen, die lernen, Künstliche Intelligenz zu steuern und ihre Ergebnisse zu verbessern, die Ingenieure der nächsten Generation der Arbeit werden".
Ein Bericht von Fiverr für das Jahr 2024 zeigt, dass 40% der Freiberufler Künstliche Intelligenz-Tools nutzen und mehr als 8 Stunden pro Woche einsparen, bei besserer Qualität und höheren Löhnen.
* Beruhigt uns die Geschichte?
Eine Studie des Budgetlabors der Yale Universität zeigt, dass der Arbeitsmarkt seit der Einführung von ChatGPT im 2022 keine weitreichenden Störungen erlebt hat und bestätigt, dass große technologische Veränderungen Jahrzehnte benötigen, um vollständig zu wirken.
Ein Bericht von McKinsey weist darauf hin, dass Künstliche Intelligenz theoretisch mehr als die Hälfte der Arbeitsstunden in den Vereinigten Staaten automatisieren könnte, was jedoch nicht unbedingt den Verlust von Arbeitsplätzen bedeutet, sondern deren Umgestaltung mit dem Aufkommen neuer Rollen, die auf der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine basieren.
Sogar Unternehmen, die eine "Künstliche Intelligenz zuerst"-Politik verfolgt haben, haben Herausforderungen festgestellt:
Die Firma Klarna entließ 40% ihrer Mitarbeiter, sah sich jedoch gezwungen, einige von ihnen wieder einzustellen, nachdem die Qualität des Kundenservices nachgelassen hatte.
Professor Armando Solar Lezama vom MIT erklärt:
"Organisationen sind darauf ausgelegt, mit menschlichen Fehlern umzugehen, nicht mit Fehlern der Künstlichen Intelligenz, und das wird Zeit brauchen, um sich anzupassen".