Abbas' Stellvertreter warnt: Israelische Eskalation im Westjordanland bedroht die Zwei-Staaten-Lösung

Der stellvertretende palästinensische Präsident Hussein Sheikh warnte heute, am Sonntag, vor den schwerwiegenden Folgen geplanter israelischer Entscheidungen, die darauf abzielen, die Annexion zu vertiefen und neue Fakten vor Ort im Westjordanland zu schaffen. Er betonte, dass diese Schritte eine vollständige Zerschlagung aller unterzeichneten und verbindlichen Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien darstellen.
Sheikh erklärte, dass die im Umlauf befindlichen Informationen über israelische Entscheidungen, die die Gebiete (A) betreffen, die unter palästinensischer ziviler und sicherer Verwaltung stehen, eine äußerst gefährliche Eskalation und einen offensichtlichen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen. Er warnte davor, dass diese einseitigen Maßnahmen jede politische Perspektive untergraben und direkt darauf abzielen, die Zwei-Staaten-Lösung zu beenden.
Er fügte hinzu, dass Israel durch diese Politiken versucht, die Region in eine Phase größerer Spannungen und Instabilität zu ziehen, und forderte die US-Administration und die internationale Gemeinschaft zu sofortigem und entschiedenem Handeln auf, um das zu stoppen, was er als „Besatzungsexzess“ bezeichnete.
Die Äußerungen von Sheikh kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Zeitung Yedioth Ahronoth berichtete, dass die israelische Regierung heute, am Sonntag, eine Reihe neuer Entscheidungen getroffen hat, die den Kauf von Land durch Siedler im Westjordanland erleichtern und den Siedlungsbau ausweiten sollen, sowie Israel selbst die Befugnis geben, direkte Maßnahmen im Gebiet (A) zu ergreifen.
Schätzungen und Berichte aus Israel deuten darauf hin, dass diese Entscheidungen die Hindernisse für eine erhebliche Ausweitung der israelischen Präsenz im Westjordanland beseitigen werden, was praktisch das Abkommen von 1997 zwischen Israel und der Palästinensischen Behörde untergräbt.
Diese Entwicklungen sind besonders wichtig, da sie kurz vor dem bevorstehenden Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in Washington am Mittwoch stattfinden, wo er mit dem US-Präsidenten Donald Trump zusammentreffen soll. Berichten zufolge haben Trump und seine wichtigsten Berater Netanjahu aufgefordert, seine Politik im Westjordanland zu ändern.
Vor diesem Hintergrund wachsen die palästinensischen und internationalen Befürchtungen, dass die neuen israelischen Schritte zu einem explosiven Zustand vor Ort führen und die Tür zu einer zukünftigen politischen Lösung endgültig schließen könnten.