Moderne Technologie enthüllt die Geheimnisse der Düfte der alten ägyptischen Mumien
February 15, 202682 AufrufeLesezeit: 3 Minuten

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Ein Forschungsteam hat ein Rätsel gelöst, das Wissenschaftler jahrzehntelang beschäftigt hat, nämlich den charakteristischen Duft, der von den Mumien im alten Ägypten ausgeht, durch eine fortschrittliche wissenschaftliche Technik, die die Analyse der Dämpfe ermöglicht, die von diesen seltenen Artefakten ausgehen, ohne sie zu beschädigen.
Ein nicht destruktiver Ansatz zur Untersuchung von Mumien
Archäologen haben früher auf traditionelle Analysemethoden zurückgegriffen, die eine direkte Entnahme von Proben aus den Verbänden oder Materialien, die für die Einbalsamierung verwendet wurden, erforderten, was ein Risiko für die Integrität der Mumie darstellte, da die Gefahr bestand, dass ihre molekularen Bestandteile zerfallen oder durch wiederholte Untersuchungen beschädigt werden.
Ein Team von Wissenschaftlern für organische geologische Chemie hat jedoch einen alternativen Ansatz gewählt, der darin besteht, die flüchtigen organischen Verbindungen, die in der Luft um die Mumie vorhanden sind, zu erfassen, da diese Moleküle für die Düfte verantwortlich sind, die der Mensch wahrnehmen kann. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift Journal of Archaeological Science veröffentlicht, die die Bedeutung dieser Technik für die Untersuchung von Artefakten ohne Beeinträchtigung hervorhob.
Der Duft in der alten ägyptischen Zivilisation.. rituell und spirituell
Die Forscher weisen darauf hin, dass der Duft eine symbolische Bedeutung in der alten ägyptischen Kultur hatte, da er mit religiösen Ritualen und dem Glauben an das Leben nach dem Tod verbunden war. Die Verwendung von Gewürzen und ätherischen Ölen bei der Einbalsamierung diente nicht nur dazu, einen angenehmen Duft zu verleihen, sondern auch dazu, die Gerüche, die durch den Verfall des Körpers entstehen, zu überdecken, sowie einen schützenden Effekt zu haben, um die Aktivität von Mikroben und Schädlingen zu reduzieren.
Chemische Analyse bestimmt präzise die Bestandteile der Einbalsamierung
Die Studie basierte auf der Analyse von Dutzenden von Proben von Mumien, die in europäischen und britischen Museen aufbewahrt werden, einschließlich Überresten von Harzen, Verbänden und menschlichem Gewebe. Die Proben wurden in speziellen Kammern platziert, um die von ihnen abgegebenen Gase zu sammeln, bevor sie fortschrittlichen Analysetechniken unterzogen wurden, die es den Wissenschaftlern ermöglichten, die für die Einbalsamierung verwendeten Materialien zu identifizieren.
Die Ergebnisse zeigten, dass natürliche Fette, pflanzliche Öle, Bienenwachs, Baumharz und Bitumen zu den Hauptbestandteilen gehörten, mit deutlichen Unterschieden zwischen den verschiedenen Zeitperioden, da sich die Rezepte für die Einbalsamierung von einfachen Mischungen zu komplexeren und vielfältigeren im Laufe der Zeit entwickelt haben.
Ein vielversprechendes Werkzeug, um die Geschichte zu verstehen, ohne die Artefakte zu beeinträchtigen
Die Forscher sind der Ansicht, dass die Analyse flüchtiger organischer Verbindungen ein schnelles und nicht destruktives wissenschaftliches Mittel zur Untersuchung von Mumien darstellt und in Zukunft dazu beitragen könnte, ihre zeitliche Abfolge zu bestimmen und die Entwicklung der Einbalsamierungstechniken genauer zu verstehen, während die Integrität dieser einzigartigen archäologischen Schätze gewahrt bleibt.