Washington beschuldigt Peking, eine "Einschüchterungskampagne" gegen den Präsidenten Taiwans zu führen, und China warnt vor Einmischung in seine Angelegenheiten

Die amerikanisch-chinesischen Beziehungen haben am Donnerstag eine neue Eskalation erfahren, nachdem das US-Außenministerium Peking scharfe Vorwürfe gemacht hat, diplomatische "Einschüchterungswerkzeuge" zu nutzen, um die internationalen Bewegungen des taiwanesischen Präsidenten, "Lai Ching-te", zu behindern.
Diese Spannungen kommen im Kontext der Absage einer offiziellen Reise des taiwanesischen Präsidenten auf den afrikanischen Kontinent, nachdem China Druck auf vermittelnde Länder ausgeübt hat, um die Überfluggenehmigungen zu widerrufen, was Washington als politischen Missbrauch des internationalen Zivilluftverkehrssystems ansieht, um die diplomatische Präsenz Taipehs zu "ersticken".
Washington: Pekings Druck ist eine "Missbrauch" des internationalen Systems
In einer offiziellen Erklärung bezeichnete das US-Außenministerium die jüngsten chinesischen Bewegungen als "Einschüchterungskampagne", die darauf abzielt, Taiwan international zu isolieren. Berichten zufolge haben drei afrikanische Länder (Seychellen, Mauritius und Madagaskar) überraschend und auf Geheiß Pekings die Überfluggenehmigungen für das Flugzeug des taiwanesischen Präsidenten widerrufen, was ihn zwang, seinen Besuch in "Eswatini", dem einzigen diplomatischen Verbündeten Taiwans in Afrika, zu verschieben. Die US-Seite betonte, dass diese Praktiken nicht nur die Sicherheit des Luftverkehrs gefährden, sondern auch einen "Missbrauch" internationaler Regeln zur Förderung politischer Agenden darstellen, und forderte Peking auf, seinen militärischen und wirtschaftlichen Druck zu beenden und den Dialog zu suchen.
Chinesische Antwort: Taiwan ist eine interne Angelegenheit und das Prinzip "Ein China" ist ein rotes Tuch
Im Gegenzug kam die Antwort aus Peking entschieden und direkt, wobei das chinesische Außenministerium erneut betonte, dass die "Taiwan-Frage" eine rein interne Angelegenheit ist, die keine externe Einmischung duldet. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums betonte die Notwendigkeit, dass Washington das Prinzip "Ein China" respektiert, und erklärte, dass jede Unterstützung für "separatistische Kräfte" in Taiwan einen Bruch internationaler Verpflichtungen darstellt. Peking stellte klar, dass seine Bewegungen darauf abzielen, seine Souveränität und territoriale Einheit zu schützen, und beschuldigte Washington, "Fakten zu verzerren" und Unruhen in der sensiblen Taiwanstraße zu schüren, und warnte, dass anhaltende amerikanische Interventionen die regionale Stabilität untergraben würden.
Neue chinesische Strategie zur internationalen Isolation Taiwans
Politische Beobachter sehen in dem Vorfall des "Luftraumverbots" den Beginn einer neuen, strikteren chinesischen Strategie, die darauf abzielt, den diplomatischen Spielraum Taipehs zu verringern. Anstatt sich nur auf militärische Manöver rund um die Insel zu beschränken, hat Peking begonnen, seinen wirtschaftlichen Einfluss zu nutzen, um Druck auf die taiwanfreundlichen Länder oder solche auszuüben, die Überwege für ihre Beamten bereitstellen. Mit der Zunahme der Spannungen zwischen den beiden Großmächten am Donnerstag befürchtet die internationale Gemeinschaft, dass die Taiwan-Frage von einem bloßen politischen Streit zu einem umfassenden Konflikt werden könnte, der die globalen Lieferketten und die Sicherheit im Indischen und Pazifischen Ozean beeinflusst, insbesondere da jede Seite an ihren grundlegenden Positionen festhält.