Die Gewaltakte in Kolumbien erleben eine gefährliche Eskalation, nachdem am Wochenende mindestens 31 bewaffnete Angriffe verübt wurden.
Rebellenorganisationen setzten Sprengstoffe und Drohnen in Angriffen ein, die mehrere Regionen im Südwesten des Landes betrafen.
Das Verteidigungsministerium beschreibt diese Entwicklungen als eine der heftigsten Eskalationen, die das Land in letzter Zeit erlebt hat, vor dem Hintergrund zunehmender politischer und sicherheitspolitischer Spannungen.
Blutige Opferbilanz auf der Panamericana in Kolumbien
Eine Explosion auf der "Panamericana", die Cali und Popayán verbindet, führte zum Tod von 21 Zivilisten und verletzte etwa 56 weitere.
Dieser Angriff ist Teil der Gewaltakte in Kolumbien, die die umkämpfte Region Cauca treffen.
Die Behörden setzen ihre Ermittlungen zur Natur der Angriffe auf zivile Fahrzeuge fort, während die Befürchtungen über eine steigende Opferzahl wachsen.
Wer steht hinter der Gewalt in Kolumbien? Eine Abspaltung der "FARC"
Die kolumbianische Regierung beschuldigt eine Abspaltung der FARC unter der Führung von Iván Mordisco, hinter diesen Angriffen zu stehen.
Diese Gruppe lehnte das Friedensabkommen von 2016 ab und setzte ihre bewaffneten Operationen in mehreren Regionen fort.
Die Behörden weisen darauf hin, dass die Finanzierung dieser Gruppen mit Drogenhandel verbunden ist, was die Gewalt in Kolumbien vertieft.
Die kolumbianische Regierung erhebt Vorwürfe und verspricht, auf die Eskalation zu reagieren
Präsident Gustavo Petro beschuldigte die Angreifer, "Terroristen und Drogenhändler" zu sein, und drohte mit militärischer Vergeltung.
Im Gegenzug sehen Beamte die Eskalation als Reaktion auf staatliche Sicherheitsoperationen in Konfliktgebieten.
Beobachter beschreiben die Situation als "Kriegswirtschaft", die von Drogenkartellen und bewaffnetem Einfluss genährt wird.
Bedrohen die Gewaltakte in Kolumbien die Präsidentschaftswahlen?
Die Gewaltakte in Kolumbien werfen ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit auf, die Präsidentschaftswahlen wie geplant im Mai abzuhalten.
Die Hauptkandidaten, darunter Iván Cepeda, Abelardo de la Espriella und Paloma Valencia, stehen vor zunehmenden Sicherheitsbedrohungen.
Die Frage der Wahl-Sicherheit ist heute eine der größten Herausforderungen für den politischen Prozess im Land.