Trump droht Iran mit militärischem Schlag von Diego Garcia

In einer neuen Eskalation, die Diplomatie und militärische Drohungen vermischt, hat der amerikanische Präsident Donald Trump seine Warnungen gegenüber dem Iran erneut verschärft und mit der Nutzung der strategischen Basis "Diego Garcia" im Indischen Ozean gedroht, falls Teheran kein Abkommen mit Washington abschließt.
* Direkte Drohung und militärische Option in Betracht gezogen
Obwohl das US-Außenministerium bestätigte, dass die iranische Seite Interesse an einem Abkommen gezeigt hat und Trump den friedlichen Weg bevorzugt, schrieb der amerikanische Präsident in einem Beitrag auf seiner Plattform "Truth Social", dass es notwendig sein könnte, dass die Vereinigten Staaten die Basis Diego Garcia nutzen, falls der Iran sich weigert, ein Abkommen abzuschließen, was auf eine klare militärische Option hinweist.
Er erklärte auch, dass der britische Premierminister Keir Starmer die Kontrolle über die Insel verloren habe und dass jede Nachlässigkeit in dieser Angelegenheit einen strategischen Fehler darstelle.
* Erwartung eines schriftlichen iranischen Vorschlags
Im Gegenzug enthüllte ein hochrangiger US-Beamter, dass der Iran in den kommenden zwei Wochen einen schriftlichen Vorschlag vorlegen wird, der darlegt, wie eine Konfrontation mit den Vereinigten Staaten vermieden werden kann, nach den Gesprächen in Genf, die am vergangenen Dienstag stattfanden.
Er fügte hinzu, dass die leitenden Berater für nationale Sicherheit im Operationssaal des Weißen Hauses zusammenkamen, um das iranische Dossier zu besprechen, und dass sie darüber informiert wurden, dass die US-Truppen bis Mitte März in der Region stationiert sein müssen, wie von der Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet.
Er wies auch darauf hin, dass der US-Außenminister Marco Rubio am 28. Februar den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in Israel treffen wird.
Das Weiße Haus bestätigte seinerseits, dass einige Fortschritte in den Gesprächen erzielt wurden und dass es weise wäre, wenn der Iran ein Abkommen abschließt, und betonte, dass Diplomatie die erste Wahl für Trump bleibt, obwohl es laut der Erklärung Gründe gibt, die zu einem militärischen Schlag führen könnten.
* Militärische Bewegungen im Arabischen Meer
Vor Ort gab das US-Zentralkommando bekannt, dass "F/A-18 Super Hornet"-Flugzeuge auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" im Arabischen Meer gelandet sind, was eine zunehmende militärische Bereitschaft parallel zum Verhandlungsprozess widerspiegelt.
* Teheran: Der Weg hat begonnen, aber das Abkommen ist fern
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass die beiden Seiten zu "einer Reihe von Leitprinzipien" gelangt sind und betonte, dass "der Weg begonnen hat" zu einem möglichen Abkommen, aber gleichzeitig darauf hinwies, dass beide Seiten noch weit von einer endgültigen Einigung entfernt sind, mit der Ankündigung einer neuen Verhandlungsrunde zu einem späteren Zeitpunkt ohne Festlegung eines Termins.
Diese Entwicklungen kommen nach Wochen der Spannungen zwischen Washington und Teheran, die auf weitreichende Proteste im Iran im vergangenen Januar folgten, bei denen Tausende von Toten zu beklagen waren, was die amerikanischen Drohungen verschärfte.
Eine erste Runde indirekter Verhandlungen fand am 6. Februar im Sultanat Oman statt und wurde damals als positiv beschrieben.
* Warum gerade "Diego Garcia"?
Die Basis Diego Garcia, die im Chagos-Archipel im Indischen Ozean liegt, ist eine der wichtigsten Militärbasen, die gemeinsam von den Vereinigten Staaten und Großbritannien genutzt werden, und Washington hat sie in seinen militärischen Operationen in Afghanistan und im Irak eingesetzt.
Historisch gesehen trennte Großbritannien die Insel 1965 vom Rest des Chagos-Archipels und übergab sie den Vereinigten Staaten zur Errichtung einer Militärbasis.
Im Jahr 2019 forderte die Generalversammlung der Vereinten Nationen London auf, die Verwaltung der Inseln zu beenden und sie an Mauritius zu übergeben.
Im Mai 2025 unterzeichneten Großbritannien und Mauritius ein Abkommen zur Übertragung der Souveränität über die Inseln, mit einer Regelung zur Nutzung der Basis durch einen 99-jährigen Mietvertrag, der London das Recht einräumt, die Nutzung um weitere 40 Jahre zu verlängern.
Das Abkommen ist jedoch noch nicht in Kraft getreten, da die parlamentarische Ratifizierung in beiden Ländern noch aussteht.
Trump kritisierte das Abkommen scharf und bezeichnete den Verzicht Großbritanniens auf eine für die Vereinigten Staaten lebenswichtige Insel als "Schwäche" und "große Dummheit" und warnte, dass China und Russland die Entwicklungen genau beobachten.
* Zwischen Diplomatie und der Schwelle zur Konfrontation
Insgesamt steht die amerikanisch-iranische Beziehung erneut an einem Scheideweg:
Verhandlungen, die als fortschrittlich beschrieben werden, stehen militärischen Bewegungen und klaren Abschreckungsbotschaften gegenüber.
Zwischen dem erwarteten iranischen Vorschlag und der nicht angekündigten Frist bleibt die Frage:
Wird die Diplomatie diesmal dem Schuss der Kanonen vorausgehen?