Eine aktuelle ägyptische Studie zeigt, dass das Design des Grabes von Tutanchamun nicht zufällig war, sondern nach einer berechneten astronomischen Ausrichtung gebaut wurde.
Diese Ausrichtung spiegelt eine enge Verbindung zwischen der Bestattungsarchitektur und dem religiösen Glauben im alten Ägypten wider.
Das Phänomen der „Vereinigung der Revolutionäre“ erklärt den Zeitpunkt des Endes von Tutanchamuns Herrschaft
Der Forscher Ahmed Awad erklärte, dass das Grab mit einem astronomischen Phänomen verbunden ist, das als „Vereinigung der Revolutionäre“ bekannt ist, bei dem der Mondaufgang mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt.
Diese Ausrichtung trat zu einem Zeitpunkt nahe dem Tod des Königs im Jahr 1322 v. Chr. auf, was die Hypothese einer vorherigen Planung stärkt.
Wurden astronomische Phänomene genutzt, um den Übergang der Herrschaft zu Ay zu legitimieren?
Die Studie legt nahe, dass diese astronomische Übereinstimmung kein Zufall war, sondern genutzt wurde, um dem Übergang der Herrschaft zu Ay religiöse Legitimität zu verleihen.
Es wird angenommen, dass diese Nutzung die Vermischung von Religion und Politik in einer sensiblen Phase der Geschichte des alten Ägypten widerspiegelt.
Die Tempel von Karnak und Edfu unterstützen die Hypothese der Verbindung zwischen Astronomie und Macht
Die Studie stärkt ihre Ergebnisse durch den Vergleich der Achsen großer Tempel wie Karnak und Edfu,
wo wiederkehrende Muster zeigen, dass himmlische Phänomene mit der Organisation des religiösen und politischen Raums verbunden sind.
Hat der Gesundheitszustand des Königs eine Rolle beim Ende seiner kurzen Herrschaft gespielt?
Obwohl die Studie die Rolle von Krankheiten beim Tod von Tutanchamun nicht ausschließt, öffnet sie die Tür für eine parallele Hypothese.
Es könnte sein, dass das astronomische Ereignis genutzt wurde, um das Ende der Herrschaft als Teil eines heiligen kosmischen Systems darzustellen.