Der Dollar springt und der Euro fällt mit zunehmenden Spannungen im Nahen Osten

Der US-Dollar stieg heute Mittwoch in den frühen asiatischen Handelsstunden auf den höchsten Stand seit drei Monaten, da die Sorgen der Investoren über einen anhaltenden Anstieg der Energiepreise aufgrund des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten zunahmen.
Im Gegenzug setzte der Euro seine Verluste zum dritten Mal in Folge fort und fiel um 0,1 % auf 1,1604 Dollar, nachdem er zuvor den schwächsten Stand seit Ende November erreicht hatte.
Dieser Rückgang folgt auf die am Dienstag veröffentlichten Inflationsdaten, die zeigten, dass die Verbraucherpreise in der Eurozone im Februar höher als erwartet gestiegen sind, bevor die iranische Krise ausbrach.
George Saravelos, Leiter der Abteilung für Devisenforschung bei der Deutschen Bank, sagte: „Die Auswirkungen des iranischen Krieges auf das Euro/Dollar-Paar lassen sich in einem Wort zusammenfassen: Energie“, und fügte hinzu, dass „der aktuelle Schock im Angebot eine direkte Steuer auf die Europäer darstellt, die in Dollar an ausländische Produzenten gezahlt werden muss“.
Die Finanzmärkte haben sich stark in Richtung Risikovermeidung gewandelt, da die Sorgen über steigende Inflation die Aktien und Anleihen belasteten, nachdem israelische und amerikanische Streitkräfte Angriffe auf Ziele im Iran durchgeführt hatten, was die Investoren dazu brachte, Bargeld zu halten.
Die globalen Energiemärkte erlebten einen starken Anstieg der Öl- und Gaspreise, da die Energieexporte aus dem Nahen Osten aufgrund des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran zum Stillstand kamen, während iranische Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen die Schifffahrt im Golf störten und Katar sowie den Irak zwangen, die Produktion vorübergehend einzustellen.
Der Dollar-Index, der die Leistung der US-Währung gegenüber sechs Hauptwährungen misst, blieb bei 99,103 stabil, dem höchsten Stand seit dem 28. November.
Gegenüber anderen Währungen verzeichnete der Dollar einen leichten Rückgang von 0,1 % gegenüber dem japanischen Yen auf 157,555 Yen und gegenüber dem chinesischen Yuan auf 6,9139 Yuan.
Der australische Dollar fiel um 0,1 % auf 0,7028 Dollar, der neuseeländische auf 0,5886 Dollar, während das britische Pfund auf 1,3340 Dollar fiel.
Im Bereich der Kryptowährungen stieg Bitcoin um 0,7 % auf 68.533,21 Dollar, während Ether um 1,1 % auf 1.990,99 Dollar zulegte.
Angesichts dieser Spannungen bleiben die globalen Märkte von geopolitischen Sorgen betroffen, mit Erwartungen an weitere Währungs- und Energiepreisschwankungen in den kommenden Tagen.