Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass der Wohnort eines Menschen eine tiefere Rolle spielen kann, als man denkt, wenn es darum geht, die Geschwindigkeit des Alterns zu bestimmen, nicht nur auf der oberflächlichen Ebene, sondern auch auf der zellulären Ebene im Körper.
Die Forschung hat darauf hingewiesen, dass die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in Wohnvierteln direkt die Gesundheit der Zellen und das biologische Alter beeinflussen können.
New York University: Direkter Zusammenhang zwischen armen Vierteln und beschleunigtem zellulären Altern
Die Studie der Global Public Health School der New York University, veröffentlicht in der Zeitschrift Social Science and Medicine, hat ergeben, dass Menschen, die in Gebieten mit schwachen wirtschaftlichen und sozialen Chancen leben, biologische Indikatoren aufweisen, die mit beschleunigtem Altern verbunden sind.
Laut den Forschern beschränkt sich dieser Zusammenhang nicht nur auf den individuellen Lebensstil, sondern erstreckt sich auch auf die Umgebung in all ihren Details, von Arbeitsmöglichkeiten bis hin zur Wohnqualität und den Dienstleistungen.
Die Rolle des Moleküls CDKN2A RNA im zellulären Altern
Die Studie hebt die Rolle eines Moleküls hervor, das als CDKN2A RNA bekannt ist und mit dem Stopp der Zellteilung und dem Eintritt in die Altersphase verbunden ist.
Es wurde festgestellt, dass die Spiegel dieses Moleküls bei Personen, die in weniger begünstigten Vierteln leben, höher sind, was auf eine Beschleunigung der biologischen Veränderungen im Zusammenhang mit dem Alter hinweist.
Sozialer und wirtschaftlicher Druck.. ein versteckter Faktor für schnelleres Altern
Der Einfluss beschränkt sich nicht nur auf die Infrastruktur, sondern erstreckt sich auch auf tägliche Belastungen wie ein begrenztes Einkommen, Arbeitsinstabilität und Wohnschwierigkeiten, Faktoren, die sich im Laufe der Zeit ansammeln und sich negativ auf den Körper auswirken.
Die Forscher sind der Ansicht, dass dieser chronische Druck zu inneren Entzündungen und einem Rückgang der Zellfunktionen führen kann, was die Wahrscheinlichkeit von altersbedingten Krankheiten erhöht.
Ergebnisse der Studie: Die Umwelt könnte der Schlüssel zur Verlangsamung des Alterns sein
Die Studie basierte auf Daten von über 1200 Personen, bei denen Blutproben analysiert und die Indikatoren für zelluläres Altern mit ihren Lebensbedingungen verglichen wurden, einschließlich Bildungsqualität, Luftreinheit und Grünflächen.
Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass der wichtigste Faktor nicht nur die gesunde Umwelt war, sondern insbesondere die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, was die Idee unterstützt, dass die Verbesserung der Viertel ein grundlegender Schritt zur Förderung der öffentlichen Gesundheit und zur Verlangsamung des Alterns sein könnte.