Israel beschlagnahmt 20 Hilfsschiffe nach Gaza und verhaftet 175 Aktivisten

Israel beschlagnahmt Hilfsschiffe auf dem Weg nach Gaza in internationalen Gewässern
Israel hat heute, am Donnerstag, den 30. April 2026, humanitäre Hilfsschiffe, die sich in internationalen Gewässern nahe Griechenland auf dem Weg in den Gazastreifen befanden, beschlagnahmt. Dies geschah im Rahmen einer Flotte, die darauf abzielt, Hilfe zu leisten und die Blockade des Gebiets zu durchbrechen.
Laut einer Erklärung des israelischen Außenministeriums wurden während der Operation 175 Aktivisten, die sich an Bord von 20 Booten befanden, festgenommen.
Details der Beschlagnahme und Anzahl der Schiffe und Aktivisten
Offizielle Quellen bestätigten, dass die Beschlagnahme die Kontrolle über Schiffe der „Globalen Widerstandsflotte“ umfasste, die gestartet wurde, um humanitäre Hilfe nach Gaza zu bringen.
Die Operation fand in einem Seegebiet nahe der Insel Kreta statt, mehrere Hundert Meilen vom Gazastreifen entfernt, so die Angaben der Organisatoren.
Reaktion der Organisatoren der Globalen Widerstandsflotte und deren Beschreibung des Vorfalls
Die Organisatoren der Flotte erklärten, dass das, was passiert sei, „Piraterie und illegale Festnahme auf hoher See“ darstelle und betonten, dass die Schiffe in internationalen Gewässern beschlagnahmt wurden.
Sie fügten hinzu, dass dieses Verhalten _ihrem Ausdruck nach_ die fortwährende Straflosigkeit Israels in Bezug auf die Behinderung des Zugangs humanitärer Hilfe nach Gaza widerspiegele.
Die israelische Position und offizielle Erklärungen
Daniel Danon, Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, erklärte, dass die Flotte „vor dem Erreichen des israelischen Gebiets gestoppt wurde“ und betonte, dass die israelische Armee mit den Teilnehmern „professionell und entschlossen“ umgegangen sei. Er beschrieb sie als „eine Gruppe von Provokateuren, die Aufmerksamkeit erregen wollen“.
Hintergrund der Hilfsflotte und frühere Versuche, die Blockade zu durchbrechen
Die Flotte startete am 12. April aus der spanischen Stadt Barcelona im Rahmen einer Initiative, die darauf abzielt, die Blockade von Gaza durch den Versand humanitärer Hilfe zu durchbrechen.
Die Initiative „Globale Widerstandsflotte“ hatte im vergangenen Oktober einen früheren Versuch organisiert, der mit der Festnahme der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg und mehr als 450 Teilnehmern endete, nachdem ihre Schiffe beschlagnahmt wurden.
Anhaltende Kontroversen über humanitäre Hilfe für den Gazastreifen
Israel bestreitet, weiterhin die Ankunft humanitärer Hilfe in den Gazastreifen zu verhindern, und betont, dass die Lieferungen normal verlaufen. Währenddessen bestätigen palästinensische und internationale Hilfsorganisationen, dass das Volumen der Hilfe nach wie vor unzureichend ist, um die Bedürfnisse von mehr als zwei Millionen Menschen im Gebiet zu decken, trotz der Waffenstillstandsvereinbarungen, die Versprechungen zur Erhöhung der humanitären Unterstützung beinhalteten.