Ölpreise fallen mit zunehmender Blockade Irans und dem Rückzug der VAE aus OPEC+

Rückgang der Ölpreise nach einer Reihe von Anstiegen
Die Ölpreise sind heute, am Mittwoch, leicht gefallen und haben ihre Richtung nach einer Reihe von Anstiegen über mehrere Tage geändert, während die Märkte die geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen bewerten, insbesondere die Möglichkeit einer Verlängerung der US-Blockade gegen die iranischen Häfen sowie die Entscheidung der VAE, sich von der "OPEC+"-Allianz zurückzuziehen.
Berichte: Washington bereitet sich auf eine langanhaltende Blockade der iranischen Häfen vor
Die Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf US-Beamte, dass Präsident Donald Trump seinen Mitarbeitern Anweisungen gegeben hat, sich auf die Verhängung einer langfristigen Blockade gegen den Iran vorzubereiten.
Dieses Vorgehen zielt darauf ab, den Druck auf die iranische Wirtschaft zu erhöhen und die Ölexporte zu reduzieren, indem die Schifffahrt von und zu den iranischen Häfen verhindert wird.
Stau von iranischen Öltankern aufgrund US-Restriktionen
In diesem Zusammenhang berichteten "Tanker Trackers", dass sich etwa 10 iranische Öltanker vor dem Hafen von Chabahar stauen, als Folge der auferlegten US-Restriktionen, was den zunehmenden Einfluss der Blockade auf die Öllieferungen widerspiegelt.
Preise für Brent- und West Texas Intermediate fallen leicht
Die Futures für Brent-Rohöl mit Lieferung im Juni fielen um 5 Cent, was 0,04 % entspricht, und erreichten 111,21 USD pro Barrel um 04:29 Uhr GMT, nachdem sie sieben Tage in Folge gestiegen waren, während die Juni-Futures am Donnerstag auslaufen.
Die Futures für West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Juni fielen um 57 Cent oder 0,57 % und erreichten 99,36 USD pro Barrel, nachdem sie in der vorherigen Sitzung um 3,7 % gestiegen waren und in sieben der letzten acht Sitzungen Gewinne erzielt hatten.
Schließung der Straße von Hormus erhöht den Abzug aus den globalen Beständen
Die Schließung der Straße von Hormus wirkt sich weiterhin auf die Energiemärkte aus, da sie zu einem erhöhten Abzug aus den globalen Beständen führt.
Daten des American Petroleum Institute zeigten, dass die US-Rohölbestände in der Woche bis zum 24. April um 1,79 Millionen Barrel gesunken sind.
Die Benzinbestände sanken um etwa 8,47 Millionen Barrel, während die Bestände an Destillaten um 2,60 Millionen Barrel zurückgingen, was den anhaltenden Druck auf die Lieferungen widerspiegelt.
VAE kündigen Rückzug aus OPEC und OPEC+ ab Mai 2026 an
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben gestern, am Dienstag, ihren Rückzug aus der Organisation der erdölexportierenden Länder "OPEC" und der "OPEC+"-Allianz angekündigt, wobei die Entscheidung ab dem 1. Mai 2026 in Kraft tritt, so die Nachrichtenagentur WAM.
Die VAE bestätigten, dass die Entscheidung Teil ihrer langfristigen strategischen Vision zur Entwicklung des Energiesektors ist, mit dem Fokus auf die Beschleunigung der Investitionen in die lokale Produktion und die Stärkung ihrer Rolle als zuverlässiger Anbieter auf den globalen Märkten.
Was ist die OPEC+-Allianz und welche Auswirkungen hat sie auf die Ölpreise?
Die "OPEC+"-Allianz ist eine strategische Partnerschaft, die 2016 gegründet wurde und die OPEC, bestehend aus 12 Ländern, sowie 11 unabhängige Produzenten umfasst.
Das Ziel der Allianz ist es, die Stabilität der globalen Ölpreise durch die Verwaltung der Produktionsniveaus und die Koordination zwischen den großen Produzenten zu gewährleisten.
VAE: Die Entscheidung spiegelt nationale Interessen und die Entwicklung des Energiemarktes wider
Die VAE erklärten, dass die Entscheidung zum Rückzug nach einer umfassenden Überprüfung ihrer Produktionspolitik und ihrer aktuellen und zukünftigen Kapazitäten getroffen wurde, und dass sie im Einklang mit den nationalen Interessen steht.
Sie bekräftigten auch ihr Engagement, zur Deckung der globalen Energienachfrage beizutragen, trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen im Golf, insbesondere in der Straße von Hormus, die die Angebotsdynamik beeinflussen, während die Prognosen auf ein anhaltendes Wachstum der globalen Energienachfrage auf mittlere und lange Sicht hinweisen.