Neue Studie: Übermäßiges Anschauen von Kurzvideos könnte die Konzentration verringern

Studiendetails
Die Studie umfasste 48 junge Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Die Teilnehmer unterzogen sich Aufmerksamkeitsmessungen sowie der Aufzeichnung der Gehirnaktivität mittels Elektroenzephalographie (EEG). Die Forscher bewerteten auch die Neigung zu "Kurzvideo-Sucht" und fanden eine negative Beziehung zwischen der intensiven Nutzung dieser Videos und dem Niveau der neuronalen Aktivität in der präfrontalen Rinde.
Ergebnisse und Interpretation
Die Daten zeigten, dass mit zunehmender Nutzung von Kurzvideos die Indikatoren für Konzentration und Selbstkontrolle sanken, wobei bei den am meisten Nutzenden ein Rückgang in einigen Aufmerksamkeitsmaßen festgestellt wurde.
Obwohl diese Ergebnisse vorliegen, betonten die Forscher, dass die Studie eine Assoziation und keine direkte Kausalität zeigt, d.h. sie beweist nicht, dass Kurzvideos "Konzentrationsschwäche" verursachen, sondern deutet darauf hin, dass häufige Nutzer niedrigere Indikatoren in einigen Aufmerksamkeitsfunktionen aufweisen. Zudem war die Stichprobengröße begrenzt und die Altersgruppe eng, was eine breitere Untersuchung zur Bestätigung der Ergebnisse erforderlich macht.
Warum wird das Gehirn beeinflusst?
Die Forscher glauben, dass die ständige Exposition gegenüber schnelllebigen Inhalten das Gehirn an wiederholte und schnelle Stimulation gewöhnt, was Aufgaben, die langfristige Konzentration oder kontinuierliche kognitive Anstrengung erfordern, schwieriger macht. Der Frontallappen, der für Planung und Entscheidungsfindung verantwortlich ist, wird normalerweise durch Aktivitäten beeinflusst, die kontinuierliche kognitive Anstrengung erfordern, und daher könnte die Gewöhnung an schnelle und fragmentierte Inhalte die Fähigkeit des Gehirns zur langfristigen mentalen Belastung verringern.
Tipps zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit
Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass man vollständig auf Kurzvideos verzichten sollte, sie heben jedoch die Bedeutung der Mäßigung hervor. Die Forscher empfehlen, die Nutzung von Kurzvideos mit Aktivitäten auszugleichen, die die Konzentration fördern, wie Lesen, tiefes Lernen und das Üben von digitalen Zeitmanagementfähigkeiten, um die Gesundheit der Aufmerksamkeit zu erhalten.