Die Krise im Nahen Osten treibt die Ölpreise in dieser Woche auf Höchststände

Die Ölpreise sind heute Mittwoch gestiegen und setzen ihre Gewinne nach neuen Spannungen im Nahen Osten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran fort.
Dieser Anstieg folgte auf den Abschuss einer iranischen Drohne durch das US-Militär, die sich "aggressiv" dem Flugzeugträger Abraham Lincoln im Arabischen Meer näherte, sowie auf das Heranrücken iranischer Kriegsschiffe an einen US-Öltanker in der Straße von Hormuz, was die Befürchtungen eines möglichen Eskalation zwischen den beiden Mächten schürte.
Die Futures für Brent-Öl stiegen um 1 % auf 67,98 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) um 1,1 % auf 63,90 Dollar pro Barrel zulegte.
Die Daten zeigen, dass das Öl monatliche Gewinne von über 16 % verzeichnet, angesichts steigender Sorgen über die globalen Lieferungen.
In diesem Zusammenhang zeigte eine Studie der US-Energieinformationsbehörde, dass der Iran im Jahr 2025 der drittgrößte Ölproduzent in OPEC war, was den Einfluss der Spannungen auf den Markt verstärkt.
Die Preise wurden auch durch Daten des American Petroleum Institute unterstützt, die einen Rückgang der US-Rohölbestände um mehr als 11 Millionen Barrel in der vergangenen Woche berichteten, bevor die offiziellen Daten der Energieinformationsbehörde heute Mittwoch veröffentlicht werden, die von Analysten einen Anstieg der Bestände erwarten.
Weitere Faktoren, die die Preise stützen, sind das Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Indien, das die Erwartungen an eine steigende globale Energienachfrage erhöht, sowie die anhaltenden russischen Angriffe auf die Ukraine, die das Risiko einer längeren Fortsetzung der Sanktionen gegen russisches Öl erhöhen.
Bezüglich der iranisch-amerikanischen Verhandlungen forderte Teheran, dass die Gespräche diese Woche in Oman und nicht in der Türkei stattfinden und dass sie sich auf bilaterale nukleare Fragen beschränken, um die diplomatische Atmosphäre zu beruhigen, ohne bisher zu einer klaren Einigung zu gelangen.
Saturo Yoshida, Rohstoffanalyst bei Rakuten Securities, sagte:
"Die steigenden Spannungen im Nahen Osten haben den Ölmarkt wieder unterstützt und zu einem Anstieg der Preise beigetragen."
Mit den anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und dem Rückgang der globalen Bestände bleibt der Ölmarkt in ständiger Wachsamkeit.
Investoren und Marktteilnehmer beobachten jede internationale Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Lieferungen und Preise, was die kommenden Tage entscheidend macht, um die Richtung des Öls weltweit zu bestimmen.
Die wichtigste Frage bleibt:
Wird die Diplomatie die Spannungen beruhigen können, oder werden die Preise weiter steigen?