Meta sorgt für Kontroversen mit Patentanmeldung für KI, die nach dem Tod veröffentlicht

Meta, das Unternehmen hinter den Plattformen Facebook und Instagram, hat eine breite Kontroverse ausgelöst, nachdem Berichte über die Erlangung eines Patents für ein KI-System bekannt wurden, das in der Lage ist, weiterhin über die Konten der Nutzer zu posten und zu interagieren, selbst nach deren Tod.
* KI "aus der anderen Welt"!
Laut einem Bericht von Business Insider hat das Unternehmen Ende Dezember ein Patent erhalten, das auf einem großen Sprachmodell basiert, das in der Lage ist, die Aktivitäten der Nutzer in sozialen Medien zu simulieren, einschließlich des Schreibens von Beiträgen, des Antwortens auf Kommentare und sogar der Interaktion mit Inhalten, die von echten Personen veröffentlicht werden, als ob der Kontoinhaber noch am Leben wäre.
Die Dokumente zeigen, dass die Technologie nicht nur auf textuelle Interaktionen beschränkt ist, sondern auch die Simulation von audio- und visuellen Interaktionen (Audio und Video) umfassen könnte, basierend auf den persönlichen Daten des Nutzers: seinem Schreibstil, seiner Stimme, seinen Vorlieben und seinen bisherigen Interaktionsmustern, sodass die resultierenden Antworten nahezu identisch mit seiner ursprünglichen Kommunikationsweise erscheinen.
* Vom Pausieren zum Tod
Das Patentdokument erklärt, dass das System in Fällen der Abwesenheit des Nutzers von der Plattform funktionieren kann, sei es aufgrund einer vorübergehenden Unterbrechung oder einer langen Pause, oder im Falle des Todes.
Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Abwesenheit des Nutzers – insbesondere wenn sie dauerhaft ist – die Erfahrung anderer auf der Plattform beeinträchtigen könnte, was die Tür für diese Art der „digitalen Simulation“ als vorgeschlagene technische Lösung öffnet.
Bemerkenswert ist, dass der Name Andrew Bosworth, der technische Direktor von Meta, als Hauptautor des Patents aufgeführt ist, das erstmals im Jahr 2023 eingereicht wurde.
* Weite Empörung .. und Aufrufe, die Toten in Frieden ruhen zu lassen
Die Nachricht hat auf der Plattform X eine wütende Reaktion ausgelöst, da viele ihre Bedenken hinsichtlich der ethischen Aspekte dieser Technologie äußerten und sie als Überschreitung der Grenzen von Privatsphäre und der Heiligkeit des Todes betrachteten.
Einige Nutzer forderten, dass man die Toten „in Frieden ruhen lassen“ solle und warnten vor den Gefahren des Missbrauchs eines solchen Systems.
Experten verbinden diese Idee mit dem, was als „Trauer-Roboter“ oder digitale Kopien von Personen nach ihrem Tod bekannt ist, ein Bereich, der komplexe ethische Diskussionen über Identität, Privatsphäre und die Rechte der Verstorbenen und ihrer Angehörigen aufwirft.
* Wird es tatsächlich umgesetzt?
Trotz der wachsenden Kontroversen bestätigte ein Sprecher von Meta, dass das Unternehmen „derzeit keine Pläne hat, mit diesem Beispiel fortzufahren“, um die Bedenken zu zerstreuen.
Dennoch wirft diese Entwicklung eine heikle Frage auf:
Wie weit kann KI in der Simulation von Menschen gehen? Und kann „die ewige digitale Präsenz“ in der Zukunft Realität werden, oder werden ethische Überlegungen strenge Grenzen setzen?