Carragher greift Mourinho nach Kritik an Vinicius' Feier an: "Heuchlerisches Verhalten"

Details des Vorfalls
Vinicius war der Star des Spiels, nachdem er das Siegtor erzielte, das Real Madrid einen Vorteil vor dem Rückspiel verschaffte. In der Partie kam es zu einem Streit zwischen dem brasilianischen Spieler und dem Benfica-Flügelspieler Gianluca Prestianni, dem rassistische Äußerungen vorgeworfen wurden, was zu einer Spielunterbrechung von etwa 10 Minuten gemäß den Protokollen von FIFA und UEFA führte, bevor das Spiel fortgesetzt wurde.
Umstrittene Äußerungen von Mourinho
Nach dem Spiel kritisierte Mourinho die Art und Weise, wie Vinicius vor den Benfica-Fans feierte, und betonte, dass er ihm geraten habe, sich auf seine Feier zu beschränken und zu seinem Platz zurückzukehren. Er fügte hinzu: "Ich habe ihm gesagt, dass der letzte Verein, der als rassistisch bezeichnet werden kann, dieser Verein ist, insbesondere in Anbetracht von Eusébio, der größten Persönlichkeit in der Geschichte des Vereins, und er war schwarz. Aber es gibt etwas Ungewöhnliches, denn das passiert immer auf jedem Platz, auf dem Vinicius spielt."
Carraghers Stellungnahme
Carragher bezeichnete Mourinhos Äußerungen als inkonsistent und fand es seltsam, dass ein Trainer, der für provokante Feiern bekannt ist, die Feier eines Spielers kritisiert, insbesondere im Kontext von Rassismusvorwürfen. Er sagte: "Jeder Spieler hat das Recht, auf die Art und Weise zu feiern, die er möchte, und sollte nicht rassistischen Beleidigungen ausgesetzt sein. Aber wenn die Kritik von Mourinho kommt, wirkt es heuchlerisch, denn er ist ein Trainer, der es gewohnt ist, Gegner mehr als jeder andere zu provozieren."
Carragher fügte hinzu: "Erinnert euch daran, als Mourinho die Seitenlinie in Old Trafford entlanglief, und auch im FA-Cup-Finale, als Chelsea ein spätes Tor gegen Liverpool erzielte und er die Fans aufforderte, still zu sein, indem er seine Hand hinter sein Ohr hielt. Daher ist es seltsam, dass er Vinicius wegen seiner Feier zu einem wichtigen Tor in einem großen Champions-League-Spiel kritisiert. Er hat das volle Recht, auf die Art und Weise zu feiern, die er möchte."