Der iranische Außenminister Abbas Iraqchi sagte heute Sonntag in einem Interview mit CBS, dass Diplomatie der einzige Weg sei, wenn die Vereinigten Staaten ihre Bedenken hinsichtlich der friedlichen Nutzung des iranischen Atomprogramms ansprechen wollen.
Iraqchi betonte, dass es keiner amerikanischen Militärpräsenz bedarf, und stellte fest, dass dies "uns nicht einschüchtern wird". Er wies darauf hin, dass Teheran weiterhin an dem Vorschlag und dem Entwurf des Abkommens arbeitet und sich auf ein mögliches Treffen mit der amerikanischen Seite am kommenden Donnerstag in Genf vorbereitet.
Er fügte hinzu, dass ein Abkommen mit Washington "in Reichweite" sei und einige Aspekte möglicherweise besser als das Abkommen von 2015 sein könnten. Er erklärte, dass die aktuellen Diskussionen sich ausschließlich auf das Atomprogramm konzentrieren. Er betonte, dass es das Recht seines Landes sei, Uran für friedliche Zwecke anzureichern, und dass es gegenseitige Vorschläge mit der amerikanischen Seite gebe, um eine Lösung für die Anreicherung zu finden.
Er erklärte, dass Iran die Anreicherungstechnologie selbst entwickelt habe, was er als nationale Errungenschaft bezeichnete, die nicht aufgegeben werden könne.
Im militärischen Bereich sagte Iraqchi, dass die Raketen seines Landes in der Lage seien, Ziele in Israel zu treffen, und stellte fest, dass Teheran in einer starken Position zur Selbstverteidigung sei, wie es im vorherigen Krieg der Fall war. Er betonte, dass Iran das Recht habe, zu reagieren, wenn es angegriffen wird, und fügte hinzu, dass die iranischen Raketen nicht auf amerikanisches Territorium abzielen, aber die Stützpunkte im Falle eines Konflikts treffen könnten.