Das Parlament im Irak hat heute, am Samstag, den kurdischen Politiker Nizar Amidi zum neuen Präsidenten der Republik gewählt, nach den Parlamentswahlen, die im November letzten Jahres stattfanden.
Protokollarisches Amt in einem komplexen politischen System
Das Amt des Präsidenten der Republik im Irak ist weitgehend ein Ehrenamt innerhalb eines politischen Systems, das auf der Machtteilung zwischen den Hauptkomponenten des Landes basiert.
Konfessionelle Verteilung der Ämter
Nach diesem System werden die souveränen Ämter gemäß konfessionellen Gleichgewichten verteilt, wobei der Ministerpräsident aus der schiitischen Gemeinschaft stammt, der Parlamentspräsident aus der sunnitischen Gemeinschaft und das Amt des Präsidenten traditionell einer kurdischen Persönlichkeit anvertraut wird.
Neue politische Phase
Die Wahl von Amidi erfolgt im Kontext einer neuen politischen Phase, während die irakischen politischen Kräfte versuchen, die Institutionen nach den letzten Wahlen zu stabilisieren, angesichts anhaltender interner und regionaler Herausforderungen.