Internationaler Währungsfonds: Die US-Zölle erhöhen die wirtschaftliche Unsicherheit ohne unmittelbare Rezessionsgefahr.

Kristalina Georgieva, die Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds, warnte davor, dass die umfassende Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump die wirtschaftliche Unsicherheit verschärft und das Vertrauen der Märkte negativ beeinflusst, obwohl sie eine nahende wirtschaftliche Rezession ausschließt.
Dies wurde während ihrer Teilnahme am "Reuters Next Newsmaker Forum" am Montag, dem 31. März, bekannt gegeben, wo sie darauf hinwies, dass die Auswirkungen der angekündigten oder angedrohten Zölle der US-Regierung noch nicht zu einer "spürbaren Auswirkung" auf die Weltwirtschaft geführt haben.
Georgieva erklärte, dass der Fonds seine wirtschaftlichen Prognosen in dem nächsten Update des "World Economic Outlook"-Berichts leicht überarbeiten werde, der während der Frühjahrstagungen in Washington in etwa drei Wochen veröffentlicht wird, und betonte, dass der Fonds "keine Anzeichen für eine bevorstehende wirtschaftliche Rezession sieht".
Es sei erwähnt, dass der Internationale Währungsfonds im Januar seine Prognosen für das globale Wachstum im Jahr 2025 auf 3,3% erhöht hat, im Vergleich zu 3,2% im vorherigen Oktober-Bericht, angetrieben durch verbesserte Prognosen für die US-Wirtschaft, die um 0,5 Prozentpunkte auf 2,7% stiegen; jedoch wird das erwartete Update im aktuellen April – laut Georgieva – "eine begrenzte Abwärtskorrektur" dieser Schätzungen sehen.
Diese Aussagen erfolgen zeitgleich mit der Einführung einer neuen Reihe von US-amerikanischen Zöllen am Mittwoch, die Trump als "Befreiungstag" bezeichnete und die die Einführung einer 25%igen Steuer auf in den USA nicht hergestellte Autos beinhaltet.
Es wird erwartet, dass die US-Regierung bald Pläne zur Einführung von Gegenzöllen gegen Länder bekannt geben wird, die Zölle auf US-Importe erheben, was die globalen Handelsspannungen weiter verschärfen könnte.