Guterres warnt weltweit: Künstliche Intelligenz und "Gesetz des Stärkeren" bedrohen das System der Rechte

Feurige Rede in Genf
Bei der Eröffnung einer neuen Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf betonte Guterres, dass dieser Rückschritt nicht im Verborgenen stattfindet, sondern "offen". Er wies darauf hin, dass die Rechtsstaatlichkeit unter dem Druck von Dominanzlogik zerdrückt wird, in einem Szenario, das die Grundlagen des internationalen Systems nach dem Zweiten Weltkrieg bedroht.
Künstliche Intelligenz unter dem Mikroskop
Der UN-Beamte lenkte die Aufmerksamkeit auf die zunehmenden Risiken von Künstlicher Intelligenz, die seiner Meinung nach zunehmend zur Unterdrückung marginalisierter Gruppen und zur Vertiefung von Ungleichheit eingesetzt wird, sowohl im digitalen Raum als auch in der Realität, was neue Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung eröffnet.
Demokratie in Gefahr
Guterres kritisierte das, was er als "eiserne Faust" bezeichnete, die den zivilen Raum einschränkt, und wies auf die Inhaftierung von Journalisten und Aktivisten, die Schließung von NGOs, den Rückgang der Frauenrechte und die Zielgerichtetheit auf Migranten hin. Er sagte, dass Demokratien allmählich erodieren, während das internationale Recht als eine Last betrachtet wird, die ignoriert werden kann.
Zwei-Staaten-Lösung... Eine schwindende Perspektive
In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt äußerte Guterres sein Bedauern über den Anstieg der Rhetorik, die die Zwei-Staaten-Lösung als nicht umsetzbare Option darstellt, und warnte, dass die Untergrabung dieses Weges die regionale Stabilität bedroht und die Spirale der Gewalt vertieft.
Diese Warnungen kommen in einem düsteren internationalen Kontext, in dem Konflikte zunehmen und humanitäre Mittel zurückgehen, insbesondere nach den drastischen Kürzungen der amerikanischen Auslandshilfen, die Präsident Donald Trump seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus beschlossen hat, was den Druck auf das humanitäre System weltweit verstärkt.