Goldpreise steigen weltweit mit sinkenden Inflationsängsten und Markterwartungen

Goldpreise steigen heute am 14. April 2026 dank sinkender Inflationsängste
Die Goldpreise erlebten am Dienstag, den 14. April 2026, einen bemerkenswerten Anstieg von 0,6% und erreichten 4768,19 Dollar pro Unze, unterstützt durch sinkende Inflationsängste weltweit, angesichts fallender Ölpreise und wachsender Hoffnungen auf Fortschritte in den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran.
Goldpreise heute im Spot- und Terminhandel
Im Spothandel stiegen die Goldpreise um 0,6% um 02:37 Uhr GMT auf 4768,19 Dollar pro Unze, nachdem sie in der vorherigen Sitzung den niedrigsten Stand seit dem 7. April erreicht hatten.
Die US-Terminpreise für Gold mit Lieferung im Juni stiegen um 0,5% auf 4790,70 Dollar, berichtete die Nachrichtenagentur "Reuters".
Rückgang der Ölpreise und deren Einfluss auf Inflation und Goldmärkte
Die Ölpreise fielen unter 100 Dollar pro Barrel, während die Anzeichen für eine mögliche Wiederaufnahme des Dialogs zwischen den USA und dem Iran zunahmen, um den Krieg zwischen ihnen zu beenden, was zur Beruhigung der Sorgen über die Lieferungen aufgrund der US-Blockade der Straße von Hormuz beitrug.
Steigende Ölpreise führen normalerweise zu höheren Inflationsraten aufgrund steigender Transport- und Produktionskosten, was die Attraktivität von Gold als sicheren Hafen erhöht.
Allerdings verringert ein Anstieg der Zinssätze die Nachfrage nach Gold, da es keine Erträge abwirft.
Entwicklungen in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran und deren Einfluss auf die Märkte
Berichten zufolge dauern die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiterhin an, während die Märkte optimistisch sind, dass ein Abkommen erzielt werden kann.
In diesem Zusammenhang sagte der Leiter der globalen Makroökonomie bei "Tasty Live", Ilia Spivak: "Die Märkte sehen, dass es genug Zeit gibt, um eine Einigung zwischen den beiden Parteien zu erzielen".
Der US-Vizepräsident J.D. Vance erklärte, dass die USA Fortschritte vom Iran hinsichtlich der Öffnung der Straße von Hormuz erwarten, während Präsident Donald Trump den Beginn einer militärischen Blockade der iranischen Häfen ankündigte und Teheran drohte, die Häfen der Golfstaaten anzugreifen, nachdem die letzten Gespräche in Islamabad gescheitert waren.
Stabilität des Dollars und Zinssenkungserwartungen unterstützen Gold
Der US-Dollar stabilisierte sich nahe seines niedrigsten Standes seit über einem Monat, was Gold, das in Dollar bewertet wird, für Inhaber anderer Währungen günstiger machte und somit die Preise unterstützte.
Die Händler erhöhten auch ihre Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung in den USA, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Senkung um 25 Basispunkte in diesem Jahr bei etwa 29% lag, verglichen mit nur 12% in der Vorwoche, während die Erwartungen vor Ausbruch des Krieges auf die Möglichkeit von zwei Senkungen im Jahr hindeuteten.
Leistung von Silber, Platin und Palladium auf den globalen Märkten
Neben Gold verzeichneten auch andere Edelmetalle leichte Gewinne, da Silber im Spothandel um 0,9% auf 76,27 Dollar pro Unze stieg.
Platin stieg um 0,1% auf 2071,75 Dollar, und Palladium erhöhte sich um 0,2% auf 1576,23 Dollar pro Unze.
Analyse: Warum steigen die Goldpreise trotz sinkender Inflation?
Der Anstieg des Goldpreises wurde durch eine Reihe von miteinander verbundenen Faktoren getrieben, die wichtigsten sind:
- Rückgang der Ölpreise und sinkende Inflationsdrücke
- Stabilität des US-Dollars
- Erhöhte Erwartungen an Zinssenkungen
- Geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran
Diese Faktoren spiegeln das fortdauernde Vertrauen der Investoren in Gold als sicheren Hafen in Zeiten der Unsicherheit auf den globalen Märkten wider.