Goldpreise fallen aufgrund der Stärke des US-Dollars und Zinserwartungen

Die Goldpreise erlebten am Donnerstag einen leichten Rückgang, nachdem der US-Dollar gestiegen war, angetrieben durch die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Monat Januar, die stärker als erwartet ausfielen.
Dieser Rückgang spiegelt die gesunkenen Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung in naher Zukunft wider, während die Anleger auf die für morgen, Freitag, geplanten Inflationsdaten warten, um zusätzliche Hinweise auf den Kurs der Geldpolitik zu erhalten.
Um 09:18 Uhr GMT fiel Gold im Spot-Handel um 0,34 % auf 5072,22 Dollar pro Unze, nachdem es die vorherige Sitzung mit einem Anstieg von über 1 % beendet hatte.
Die US-Futures-Kontrakte für Gold mit Lieferung im April fielen um 0,2 % auf 5087,30 Dollar pro Unze, so die Nachrichtenagentur "Reuters".
Christopher Wang, Analyst bei OCBC, sagte:
"Der starke Arbeitsmarktreport, der zu gesunkenen Zinssenkungserwartungen führte, könnte der Grund für die schwache Goldperformance heute sein."
Der Dollar-Index stieg nach dem Bericht, der die Robustheit der US-Wirtschaft bestätigte, was die Kosten für in Dollar bewertete Rohstoffe für Inhaber anderer Währungen erhöhte.
Die Daten zeigten ein unerwartetes Beschleunigen des Beschäftigungswachstums in den Vereinigten Staaten und einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,3 %.
Allerdings zeigten die Überarbeitungen, dass die Wirtschaft im Jahr 2025 nur 181.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat, anstatt der zuvor geschätzten 584.000, was darauf hinweist, dass das optimistische Bild des Arbeitsmarktes übertrieben sein könnte.
In einem anderen finanziellen Kontext prognostizierte das Haushaltsbüro des Kongresses einen leichten Anstieg des US-Haushaltsdefizits im Haushaltsjahr 2026 auf 1,853 Billionen Dollar, was die Auswirkungen der Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump in einem Umfeld mit niedrigem Wirtschaftswachstum widerspiegelt.
Eine Umfrage von "Reuters" ergab, dass die Federal Reserve die Zinssätze bis zum Ende der Amtszeit ihres Vorsitzenden Jerome Powell im Mai unverändert lassen wird, sie jedoch möglicherweise im Juni sofort senken könnte, während Warnungen ausgesprochen wurden, dass die Geldpolitik unter seinem möglichen Nachfolger Kevin Warsh sehr locker werden könnte.
Die Anleger warten derzeit auf den wöchentlichen Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe heute sowie auf die Inflationsdaten morgen, um die Richtung der künftigen Geldpolitik zu bestimmen.
Andere Edelmetalle:
Silber fiel im Spot-Handel um 0,52 % auf 83,4 Dollar pro Unze, nachdem es am Mittwoch um 4 % gestiegen war.
Platin fiel um 0,3 % auf 2126,52 Dollar pro Unze.
Während Palladium um 1,4 % auf 1722,67 Dollar pro Unze stieg.