Deutschland stuft den Zweig der "Alternative für Deutschland" in Niedersachsen als extremistische Organisation ein

Die Innenministerin des Landes, Daniela Behrens, die der Sozialdemokratischen Partei angehört, sagte am Dienstag:
"Die Bewertung des Verfassungsschutzes ist klar, die größte Gefahr für unsere Gesellschaft geht vom Rechtsextremismus aus, und auf Grundlage dieser Einstufung kann der Zweig der Alternative eindeutig in dieses Phänomen eingeordnet werden."
Die Ministerin fügte hinzu, dass die fortgesetzte Überwachung der Partei durch die Verfassungsschutzbehörde eine logische Konsequenz dieser Einstufung sei und wies darauf hin, dass die rechtsextreme Ideologie mittlerweile den Konsens innerhalb der gesamten Partei, einschließlich ihres Zweigs in Niedersachsen, präge.
Sie erklärte, dass die Partei nun durch "verfassungsfeindliche Äußerungen und Verhaltensweisen, die oft in aggressiver und konfrontativer Sprache geäußert werden", gekennzeichnet sei und betonte, dass diese Tendenz das demokratische System ablehne.
Es sei erwähnt, dass die "Alternative für Deutschland" bereits in vier anderen deutschen Bundesländern als rechtsextremistische Organisation eingestuft ist, nämlich Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, während die Verfassungsschutzbehörde die Einstufung der Partei in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland auf "bestätigter Fall einer rechtsextremistischen Organisation" angehoben hat, jedoch die rechtlichen Einsprüche der Partei die offizielle Anwendung der Einstufung bis zur Entscheidung in den Klagen verhindern.
Auf Bundesebene kündigte das Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025 an, die gesamte Partei als rechtsextremistische Organisation einzustufen, stoppte jedoch diese Einstufung vorübergehend, bis die Klage entschieden ist.
Die letzte Überprüfung der Einstufung der Partei fand 2024 statt und wurde einmal um zwei Jahre verlängert. Die Verfassungsschutzbehörde muss bis zum 6. Mai eine endgültige Entscheidung treffen, ob es genügend Beweise gibt, um die Partei als rechtsextremistische Organisation einzustufen oder die Überwachung zu beenden.
Politisch hat die "Alternative für Deutschland" die zweitgrößte Fraktion im Bundestag nach der Fraktion der Christlich Demokratischen Union unter der Führung von Kanzler Friedrich Merz.