Frankreich fordert sofortige Öffnung der Straße von Hormuz und erklärt in Riad seine Bereitschaft, Saudi-Arabien zu verteidigen

Waffenstillstand: Von Iran bis Libanon
Das französische Außenministerium betonte in seiner Erklärung heute Donnerstag, dass sich die Gespräche auf die Notwendigkeit konzentrierten, den "Waffenstillstand" sowohl im Iran als auch im Libanon zu stärken und zu festigen. Der französische Minister bestätigte, dass Paris der Ansicht ist, dass jede nachhaltige Stabilität in der Region einen umfassenden Stopp der Kampfhandlungen an allen Fronten erfordere, und warnte davor, dass der Libanon zu einem "sekundären Schlachtfeld" des laufenden Krieges werden könnte. Er forderte, den fragilen Waffenstillstand, der Anfang April begann, in einen dauerhaften Frieden zu verwandeln.
Verteidigungszusammenhalt mit dem Königreich
In einer starken Botschaft der Beruhigung an die saudische Seite bekräftigte Jean-Noël Barrot die volle Solidarität Frankreichs mit dem Königreich Saudi-Arabien und bestätigte die Bereitschaft seines Landes, aktiv zur Verteidigung seiner Sicherheit und Souveränität gegen regionale Bedrohungen beizutragen. Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Paris bestrebt ist, seine Verteidigungspartnerschaften mit den Golfstaaten zu stärken und die Bemühungen zur Abwehr von Drohnen- und Raketenangriffen, die die Region kürzlich erlebt hat, zu koordinieren.
Straße von Hormuz: Aufruf zur bedingungslosen Öffnung
Vor dem Hintergrund der von Washington verhängten maritimen Blockade und deren wirtschaftlichen Auswirkungen hat Frankreich heute Donnerstag einen klaren und direkten Aufruf zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormuz ohne Vorbedingungen ausgesprochen. Das französische Außenministerium betrachtete die Freiheit der Schifffahrt in der Straße als eine rote Linie, die nicht überschritten werden kann, und warnte davor, dass die anhaltende Schließung die globalen Energieversorgung stört und die internationale Ernährungssicherheit bedroht, was mit den heutigen Warnungen von Guterres übereinstimmt.
Internationale Koordination für maritime Mission
Der Besuch von Barrot in Riad ist Teil einer Golfreise, die darauf abzielt, eine internationale maritime Initiative (in Zusammenarbeit mit London) zu koordinieren, die mehr als 50 Länder umfasst, um den Handel in der Straße von Hormuz zu schützen. Während der US-Verteidigungsminister in Washington auf militärische Optionen drängt, versucht Paris über Riad, einen "europäisch-golfischen Sicherheitsansatz" zu entwickeln, der zwischen militärischer Abschreckung und der Öffnung diplomatischer Wege zur Aufhebung der Blockade und zur Sicherung der Meere balanciert.