Der chinesische Handelsminister besucht Washington für Gespräche über Zölle inmitten globaler Erwartungen

Der chinesische Handelsvertreter, Li Qinggang, hat vom 27. bis 29. August einen offiziellen Besuch in den Vereinigten Staaten unternommen, während dessen er eine Reihe von Treffen mit hochrangigen amerikanischen Beamten abhielt. Der Besuch erfolgte auf Grundlage einer Erklärung des chinesischen Handelsministeriums am Samstag, den 30. August.
Li diskutierte während seines Treffens mit Vertretern des US-Finanzministeriums, des Handelsministeriums und des Büros des US-Handelsvertreters Möglichkeiten zur Umsetzung früherer Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern und suchte nach Lösungen hinsichtlich der angewandten Zollpolitiken, wie die offizielle Nachrichtenagentur "Xinhua" berichtete.
Li sagte während der Gespräche: "Beide Seiten müssen die Differenzen verwalten und den Umfang der Zusammenarbeit durch Dialog und Konsultation auf Augenhöhe erweitern."
Dieser Besuch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ökonomen und Händler auf beiden Seiten des Pazifiks auf das Schicksal der angewandten Zölle warten und ob die kürzliche Verlängerung im August dauerhaft in Kraft treten wird oder ob die Regierung von Präsident Donald Trump eine neue Runde von Zöllen verhängen wird, was zu neuen Störungen in den globalen Lieferketten führen könnte.
Es sei daran erinnert, dass die beiden Länder am 11. August vereinbart hatten, den Zollstillstand um weitere 90 Tage zu verlängern, während die Zölle von 30 % auf chinesische Importe und 10 % auf amerikanische Waren bestehen bleiben.
In diesem Zusammenhang bereiten sich amerikanische Einzelhändler darauf vor, Waren vor der Feiertagssaison am Jahresende zu lagern, während chinesische Produzenten ihre Bedenken über die Folgen anhaltend hoher Zölle äußern und darauf hinweisen, dass sie sich in einem "Überlebensmodus" befinden und nach alternativen Märkten suchen.
Wirtschaftsexperten warnten, dass eine Überschreitung der Zollquote von 35 % diese für chinesische Exporteure "kostspielig" machen würde, was die Verluste vertiefen und die Handels Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verlängern könnte.