Begrabene Gelder und Luxusautos.. Der argentinische Fußball erschüttert von einem skandalösen Skandal

Tévez behauptete, dass der Schatzmeister des argentinischen Fußballverbands wiederholt Reisen in den Vorort Pilar unternahm und sprach von Geldsäcken, die im Boden vergraben sind, und einer Sammlung von alten Autos, die aus den Augen geschafft wurden.
Dieser Hinweis war ausreichend, um eine der gefährlichsten Krisen im argentinischen Fußball der letzten Jahre auszulösen.
Ein geheimnisvolles Anwesen im Fokus
Nach Tévez' Beitrag ergriff die progressive Partei Coalición Cívica Maßnahmen und leitete eine offizielle Untersuchung ein, indem sie eine Strafanzeige einreichte, die sich um eine luxuriöse Villa in der Region Pilar dreht, die verdächtigt wird, als Fassade für Geldwäsche genutzt zu werden.
Mit dem bevorstehenden Weltmeisterschaftstermin wuchsen die Zweifel an der Beteiligung prominenter Persönlichkeiten innerhalb des Fußballverbands an einem Fall, der den Ruf des aktuellen Weltmeisters bedroht.
Umfassende Razzien und finanzielle Ermittlungen
Anfang Dezember führte die argentinische Polizei zeitgleiche Razzien durch, die die Zentrale des argentinischen Fußballverbands und mehr als 12 Vereine umfassten, im Rahmen einer umfassenden Untersuchung zu Geldwäsche und verdächtigen finanziellen Transaktionen, die mit den Clubs und einem Finanzdienstleistungsunternehmen verbunden sind.
Nur drei Tage später durchsuchte die Polizei die Villa in Pilar, wo schockierende Überraschungen ans Licht kamen.
Hubschrauberlandeplatz und 54 Autos
In der Villa entdeckten die Behörden einen Hubschrauberlandeplatz, Pferdeställe und 54 Fahrzeuge, darunter luxuriöse und seltene Autos der Marken Ferrari und Porsche, was die Zweifel an den Quellen des Geldes, das für den Erwerb dieser Besitztümer verwendet wurde, verstärkte.
Die Coalición Cívica behauptet, dass das Anwesen eine Fassade für einen Geldwäscheplan ist, der mit dem Präsidenten des argentinischen Verbands Claudio Tapia und seinem Schatzmeister Pablo Toviggino verbunden ist.
Neue Steueranklagen
In einer parallelen Entwicklung berichtete die Zeitung La Nación, dass die Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche neue Anklagen gegen Tapia, Toviggino und andere Verantwortliche im Verband erhob, die sich auf die illegale Einbehaltung von Steuern in Höhe von bis zu 13 Millionen Dollar beziehen, nach einer Beschwerde der argentinischen Steuerbehörde.
Die Antwort des Verbands: Politischer Angriff
Der argentinische Fußballverband reagierte mit einer Erklärung, in der er erklärte, dass das, was geschieht, eine organisierte Kampagne ist, die von der Regierung des Präsidenten Javier Milei geleitet wird, um Druck auszuüben, die Clubs von gemeinnützigen Institutionen in private Handelsunternehmen umzuwandeln.
Der Verband bestätigte:
„Wir sind auf dem richtigen Weg“,
und hob die sportlichen Erfolge seit der Übernahme von Tapia im Jahr 2017 hervor, darunter die Weltmeisterschaft 2022.
Beweise in der Villa
Laut Gerichtsdokumenten fanden die Behörden eine schwarze Tasche mit dem Logo des argentinischen Verbands und dem Namen Toviggino, sowie Fußballbücher und eine Gedenktafel mit seinem Namen.
Quellen bestätigten außerdem, dass Verwandte von Toviggino Genehmigungen zum Fahren einer Reihe der beschlagnahmten Fahrzeuge besitzen, was die Verdachtsmomente um den Fall verstärkte.
Eine halbe Milliarde Dollar unter Verdacht
In einer ernsthaften Entwicklung forderte das Justizministerium den argentinischen Fußballverband und die Liga der ersten Liga auf, Erklärungen zu Rechnungslegungsdaten zu liefern, die sich auf fast eine halbe Milliarde Dollar aus dem Jahr 2017 belaufen.
Daniel Vitolo, Leiter des Büros des Generalinspektors im Ministerium, sagte:
„Wenn die Konten des Verbands korrekt sind, warum erklärt er dann keine Zahlen, die sehr einfach zu erklären sind?“
Fußball im Kreuzfeuer
Zwischen sportlichen Erfolgen und rechtlichen Angelegenheiten steht der argentinische Fußball heute vor einer beispiellosen Prüfung, die die Zukunft seiner Verwaltung bestimmen könnte und einen der erfolgreichsten Fußballverbände der Welt unter das Mikroskop der Justiz stellt, in einem Skandal, dessen Kapitel noch offen sind.