Vor den «César»-Awards: 4.000 Künstler in Frankreich wehren sich gegen die «Plünderung» durch Künstliche Intelligenz

Wütende Erklärung und Warnung vor einem «gierigen Ungeheuer»
Der Schritt wurde durch einen Artikel in der Zeitung Le Parisien initiiert, unter der Aufsicht der Adami, die sich mit den Rechten von Darstellenden Künstlern befasst. Die Unterzeichner sind der Meinung, dass Künstliche Intelligenz, obwohl sie in einigen Bereichen ein nützliches Werkzeug ist, sich in ein «gieriges Ungeheuer» verwandelt hat, das das Wesen des künstlerischen Berufs bedroht.
Zu den prominenten Namen, die die Erklärung unterzeichnet haben, gehören: Gérard Juniau, José Garcia, Léa Drucker, Élodie Bouchez und Karine Viard.
Reproduktion ohne Erlaubnis... und Sorgen um die Zukunft
Die Künstler betonten, dass die Reproduktion von Stimmen und Bildern zu einer gängigen Praxis geworden ist, und wiesen darauf hin, dass weniger bekannte Künstler gezwungen sind, auf ihre Rechte zu verzichten, da es an klaren rechtlichen Schutzmaßnahmen mangelt, was ihren Ruf und ihre berufliche Zukunft gefährdet.
Sie forderten einen strengen gesetzlichen Rahmen, der das Zusammenleben zwischen menschlicher Kreativität und modernen Technologien gewährleistet, während die Urheberrechte und verwandten Rechte respektiert werden.
Weltweiter Streit eskaliert
Dieser Schritt erfolgt im Kontext breiterer Bewegungen innerhalb des Kunstsektors, um der Ausbreitung von Künstlicher Intelligenz entgegenzuwirken, während es kürzlich in Paris zu Protesten kam. Der Streit eskalierte auch, nachdem Hollywood-Studios eine chinesische Software namens Sydance 2.0 beschuldigt hatten, Urheberrechte verletzt zu haben, nachdem ein von Künstlicher Intelligenz generierter Clip, der einen Kampf zwischen Tom Cruise und Brad Pitt zeigt, weit verbreitet wurde.
Die Auseinandersetzung zwischen Künstlern und Technologieunternehmen scheint offen zu sein, in einem Wettlauf, der über die Grenzen der Auszeichnungen hinausgeht und zu einem Kampf um die Zukunft des Berufs selbst wird.