Der norwegische Staatsfonds schließt große israelische Banken und die Firma "Caterpillar" aus ethischen Gründen aus

Der norwegische Staatsfonds, der mit einem Gesamtvermögen von zwei Billionen Dollar der größte der Welt ist, gab am Montag, dem 25. August, bekannt, dass er sich von seinen Investitionen in die amerikanische "Caterpillar"-Gruppe und mehrere große israelische Banken zurückziehen wird, aus Gründen, die mit ethischen Investitionsstandards zusammenhängen.
Zu den betroffenen israelischen Banken gehören: "Hapoalim", "Leumi Bank", "Mizrahi Tefahot Bank" und "First International Bank of Israel". Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenden ethischen Überprüfung, die der Fonds als Reaktion auf den Krieg in Gaza und die Entwicklungen im Westjordanland durchführt.
Der Fonds hatte am 18. August angekündigt, seine Investitionen in israelische Unternehmen abzuziehen, nannte jedoch damals keine spezifischen Unternehmen. Der Rückzug der Investitionen steht im Zusammenhang mit "dem Krieg in Gaza und der Expansion der Siedlungen im Westjordanland" und die Entscheidungen wurden als Reaktion auf "steigenden medialen und internen Druck" getroffen.
In einem Kommentar zur Politik des Fonds bestätigte der norwegische Finanzminister, Jens Stoltenberg, dass der Fonds "das richtige Gleichgewicht" zwischen ethischen Verpflichtungen und politischer Unabhängigkeit gefunden habe, wie die "Financial Times" berichtete.
Es sei erwähnt, dass der Fonds zuvor Anteile an anderen israelischen Unternehmen verkauft hatte, wie z.B. an Energie- und Telekommunikationsunternehmen, die mit den Siedlungen verbunden sind.
Dieser Schritt erfolgt im Kontext, dass viele europäische Investoren ähnliche Maßnahmen ergreifen, insbesondere gegen Unternehmen, die beschuldigt werden, Israel zu unterstützen, wobei der norwegische "KLP"-Pensionsfonds ähnliche Schritte unternommen hat.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "Reuters" erfolgen diese Maßnahmen im Zuge eines zunehmenden Streits innerhalb Norwegens über die politische Rolle des Fonds, während die Wahlen näher rücken, die die ethischen Standards der Bürger in den Vordergrund stellen.